Hallo liebe Hörer:innen, der HKA-Podcast erscheint momentan etwa einmal im Monat. Manchmal kommt es zu Verzögerungen. Sollte das mal vorkommen, könnt ihr gerne mal unseren YouTube-Kanal durchstöbern: LINK. Das könnt ihr natürlich auch ohne Verzögerungen machen. ;-)

#10 Wie geht nachhaltige Hochschule? – Heberle, Preisach, Schecker

Shownotes

Ein „ganzheitlicher nachhaltiger Prozess" ist laut Senatsbeschluss ein wichtiges Anliegen der Hochschule Karlsruhe. Seit kurzem gibt es deshalb drei Professoren, die sich um das Thema kümmern: Olivier Schecker, Andreas Heberle und Christine Preisach. Hier stellen sie im Gespräch mit Anneke Reinsperger ihre nächsten Ziele vor sowie, was ihnen grundsätzlich wichtig ist, nämlich: Partizipation! Erstveröffentlichung am 6.8.2024

Musik: "System Changer" von Darko Indir / Darko Soundsystem, via Soundtaxi.com

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00:00:00: Jetzt im HKA-Podcast, was machen eigentlich die Nachhaltigkeitsbeauftragten der Hochschule und was nicht?

00:00:06: Also es soll wirklich nicht etwas Vorgegebenes oder von uns nur Ersonnendes sein.

00:00:12: Sondern es sollen alle mitmachen!

00:00:14: Deswegen kommunikation ist schon extrem wichtig intern aber wir wollen uns natürlich auch vernexen und lernen von anderen was wir auch schon tun.

00:00:21: Und ihr wollt natürlich die Energie und die Innovationskraft, die in der Hochschool steckt nutzen und dann viel mehr Impact haben am Ende Als wenn wir das alleine uns ausdenken oder als wenn es ein paar wenige machen.

00:00:32: Wir wollen, dass die alle mitgenommen werden.

00:00:34: Da brauchen wir das positive Ziel, dass wir übergeordnete Ziel haben für das wir brennen und das uns stolz

00:00:42: macht.".

00:00:43: Der

00:00:43: HKA Podcast – Die Hochschule Karlsruhe zum Anhören Mit Anneke Reinsperger.

00:00:49: Hallo und herzlich willkommen zum HKA-Podcast.

00:00:53: Beauftragte für ein bestimmtes Thema sind nichts Neues an einer Hochschule.

00:00:57: So gibt es zum Beispiel beauftragten für Datenschutz, Antidiskriminierung, Gleichstellung und so weiter.

00:01:04: Neu ist seit Kurzem ein dreier Team für Nachhaltigkeit bei uns an der Hochschulle.

00:01:08: Das besteht aus zwei Professoren und einer Professorin – nämlich Olivier Schäcker Andreas Heberle und Christine Preissach allesamt Professor Doktor in verschiedenen Bereichen wie Maschinenbau oder Informatik und engagiert darüber nachzudenken, wie man Folgendes besser organisieren kann.

00:01:26: Den Campus – die Lehre!

00:01:28: Die Mobilität aller an der Hochschule und nicht zuletzt das Zusammenarbeiten und das Wohlbefinden an der HKA.

00:01:35: Denn nachhaltig zu arbeiten heißt auch in alle Bereiche der Hochschool reinzugucken bis hin zur Mülltrennung in den Tee-Küchen.

00:01:42: Deshalb war meine erste Frage an die Profs, die mir allesamt das Du angeboten hatten.

00:01:47: Wie weit geht der Job der Nachhaltigkeitsbeauftragten?

00:01:55: Nachhaltigkeit ist einfach ein Riesenbegriff.

00:01:58: sobald ich angefangen habe hier zu recherchieren was einfach klar nachhaltigkeit is ja auch mobilität.

00:02:04: es bauen ist alles mögliche an technik an energiewende produktion sage ich mal.

00:02:14: aber wie weit Geht das jetzt eigentlich auf dem Campus?

00:02:17: Wie weit kann es gehen?

00:02:18: Thema Müll-Recycling oder so.

00:02:21: Durchwühlt ihr jetzt den Müll, seid ihr die Müllpolizei...

00:02:24: wie sieht das jetzt

00:02:25: aus?!

00:02:26: Wir sind nicht die Müllepolizeis.

00:02:27: Auf keinen Fall!

00:02:28: Wir werden kein Micromanaging machen.

00:02:31: aber wer wollen die Möglichkeiten überhaupt bieten dann überhaupt Müll zu trennen und das ist ein konkretes Projekt wo wir auch jetzt dran gehen dass es überhaupt die Möglichkeit gibt.

00:02:44: Dafür muss man nicht die Leute zwingen, sondern ich glaube jeder macht das ja schon zu Hause und es ist eher ungewöhnlich dass es hier nicht so ist.

00:02:51: Also das wäre auf jeden Fall sowas ganz konkretes, ganz ohne jetzt die Leute zu kontrollieren, sondern Ich sehe mich eher als möglich Macherin für solche Dinge.

00:03:03: Okay vielleicht können wir mal so ein bisschen durchgehen, aus welcher Fachrichtung ihr kommt.

00:03:11: Vielleicht fangen wir bei dir an, Olivier?

00:03:12: Was ist so dein Steckenpferd?

00:03:14: was machst du in deinem Alltagsjob und wie hängt das mit Nachhaltigkeit zusammen?

00:03:20: Mein Alltag-Job hat erstmal wenig mit Nach haltigkeit zu tun.

00:03:24: also ich wurde berufen für die Mikrosystemtechnik.

00:03:27: da gibt es natürlich Themen die in Verbindung zur nachhaltigkeit stehen aber Erstmal ist das sehr lose.

00:03:34: Wenn man aber ein bisschen breiter denkt, nämlich über Labore, über Produktionseinheiten, Produktionslinien... Über die Art und Weise wie man im Projekt angeht, dann wird klar dass das an verschiedensten Ecken zu finden ist, die fächerübergreifend sind.

00:03:55: also da ist mein Fach nichts besonderes.

00:03:59: Das wäre zum Beispiel, wir sind gerade dabei den Rheinraum des Rheinrahmlaborer im F-Gebäude zu untersuchen wie die Energieverbräuche sind

00:04:10: bzw.,

00:04:11: wie die Modi aussehen in Abhängigkeit der äußeren Gegebenheiten, sprich welche Feuchel wir gerade an dem Tag haben und welche Temperatur um dann sinnvoll dieses Labor ansteuern zu können, um besonders wenig dann Energie zu verbrauchen.

00:04:27: Und das sind riesige Faktoren möglich und das kann im Grunde jeder machen egal ob Maschinenbau oder Fahrzeugtechnologie programmieren.

00:04:35: also das ist losgelöst von meinem Fach.

00:04:38: Das heißt die Nachhaltigkeit ist eher vielleicht eine Art und Weise wie man die Lehre angeht, wie man seine Forschungssättigkeiten angeht als ein bestimmtes Thema.

00:04:49: Okay, also Energiesparen ist ein Thema was so deins wäre.

00:04:54: Ich würde jetzt kein Thema als Mainz betrachten.

00:04:58: ich würd eher sagen es gibt die ganze Bandbreite in der man Einfluss hat und dann versucht man einfach diesen Einfluß überall reinzubringen.

00:05:07: Das kann natürlich Energie sein, das kann aber auch die Art und Weise sein wie man Projekte angeht.

00:05:12: also zum Beispiel versuche ich am Anfang eines Projekts im Vorgabenkatalog nochmal Ziele was Ökobilanz angeht festzusetzen oder versuche Ich auch die Studierenden damit auseinander zu setzen Ihr Projekt danach genutzt wird, ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht.

00:05:30: Also man versucht eher so einen größeren Blick zu haben als dass man direkt in das Werkzeug, was weiß ich, mechatronik reingeht ohne sich weitere Gedanken zu machen.

00:05:42: Es

00:05:42: ist

00:05:43: nicht themenspezifisch nochmal und es auch nicht Energie!

00:05:46: Ich schaue mir das Gesamte an und sage, es ist sinnvoll.

00:05:49: Mit sinnvoll habe ich im Grunde genommen gut alles abgedeckt.

00:05:53: Sinnvoll muss es sein?

00:05:56: Andreas, bei dir aus welcher Fakultät kommst du?

00:05:59: Was ist so dein Themenbereich?

00:06:03: Ich bin als Informatiker bei der Wirtschaftsinformatik und man könnte erst mal denken das hat mir Nachhaltigkeit erstmal nicht so viel zu tun.

00:06:10: Also eher IT-Experte und entwickeln mich aber immer mehr zum Nachhaltigkeitsexperten.

00:06:18: Das hängt zum einen mit meiner Themen zusammen.

00:06:20: Ich beschäftige mich mit der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und das Thema Digitalisierung hat einen sehr großen Impact auf Nachhaltigkeit, wenn man an künstliche Intelligenz denkt und den Energieverbrauch, der dafür nötig oder dabei entsteht, dann hat es einen relevanten Abdruck bezüglich nachhaltigkeit.

00:06:40: Auf der anderen Seite ermöglicht natürlich auch neue Dinge Und an der Hochschule Karlsruhe zum Beispiel machen wir jetzt gerade was, wo es um das Thema Smart-Heating geht.

00:06:50: Also Smart-HEATING!

00:06:53: Also nicht EATING sondern HEATING mit dem Ziel unsere Reizung effizienter zu machen und die Steuerung zu verbessern.

00:07:03: Also in deinem Themenbereich Informatik könnte man zum Beispiel Smart-Apps sagen... also ich habe mir das überlegt.

00:07:11: Wenn man jetzt alle Fakultäten der Hochschule zusammenbringen müsste, um ein Nachhaltigkeitsprojekt zu machen.

00:07:17: Viel mehr ein?

00:07:17: Okay vielleicht ein Haus was nachhaltig gebaut ist.

00:07:22: AB wäre da Ansprechpartnerin dann EIT für die ganze Elektronik, die smart sein muss.

00:07:30: Dann... Was haben wir noch?

00:07:32: EVI für die Apps gut funktionieren müssen und auch für die Wirtschaftlichkeit, die damit

00:07:39: einhergeht.

00:07:41: Was haben wir noch?

00:07:42: IMM für die

00:07:45: Kommunikation und Design oder so?

00:07:47: Christine du warst zwei Jahre lang bei IMM vielleicht kannst du da so ein bisschen erzählen?

00:07:52: Ja

00:07:52: also einen Bereich von IMM hat ja mit Kommunikations zu tun und mit Medien und auch die haben neun Studiengang Informationsdesign, das sicherlich helfen würde am Anfang bei der Konzeption oder der Kommunikation.

00:08:06: Genau,

00:08:06: wo die Nutzerinnen und Nutzer auch wissen müssen wie das eigentlich alles funktioniert?

00:08:10: Wie kann ich noch effizienter sein?

00:08:13: Dann was gibt es noch für Fakultäten?

00:08:15: Drei oder vier haben wir jetzt durch.

00:08:18: Geschäftsmodelle nachhaltige...

00:08:19: W-Geschäftsmodele.

00:08:21: Okay!

00:08:22: Wen haben wir noch vergessen?

00:08:24: MMT.

00:08:26: Ich habe meine Fakulität vergessen.

00:08:29: Okay, Christine kommen wir zu deinem Spezialgebiet Data Science.

00:08:33: Was gibt es da für Projekte die man als nachhaltig bezeichnen könnte?

00:08:38: Ja also ich mache Umwelt Monitoring als Vorlesung für den Studiengang Data Science und einen anderen Studiengang bei EMM zusammen.

00:08:48: Da geht's darum wie geht man überhaupt mit Umweltdaten um?

00:08:51: was sind Umweltdate?

00:08:52: welche Algorithmen kann man dann nutzen?

00:08:55: welcher Verfahren aber natürlich auch Was ist eigentlich Nachhaltigkeit?

00:09:00: Also schon auch die Fakten zu Klima bringen, also Domänenwissen.

00:09:04: Ist ja immer wichtig!

00:09:05: Die Data Scientist sollen natürlich eine Domäne gut kennen oder mehrere natürlich und eine ist halt Umwelt.

00:09:13: Und das heißt, die lernen dann mit ganz konkret, mit Daten zu arbeiten, mit Satellitenbildern, mit Sensordaten.

00:09:20: Wetterdaten auch?

00:09:21: Ja genau!

00:09:21: Also Wetter-Daten ist auch Sensordate meistens dass man eine Wetterstation hat und da alle möglichen Sensorik drin hat und dann die Daten bekommt.

00:09:31: Das gibt es hier in Karlsruhe auch ganz viel.

00:09:34: Das heißt ein Rundumpaket hätten wir schon mal hier an der HKA, wie geht es jetzt sozusagen mit euch als Nachhaltigkeitsbeauftragten in die Zukunft?

00:09:45: Welche Projekte... Wir spinnen jetzt einfach mal.

00:09:49: Habt ihr da vor Augen?

00:09:51: Also wir haben so ein paar allgemeine Punkte uns zusammengeschrieben, die eher auf einem höheren Level zu sehen sind und ich würde mir so mit dem großen Ziel anfangen und das wäre, dass wir eine Vorreiterfunktion was die Nachhaltigkeit angeht einnehmen.

00:10:11: Und es ist nicht nur vorreiter Funktionen entgegen anderen Hochschulen sondern auch für die Gesellschaft.

00:10:18: Und dann wenn man das runter bricht eine Ebene tiefer.

00:10:22: ich fange mal mit dem ersten an ihr könnt gerne mit den weiteren machen.

00:10:25: Wir haben uns aufgeschrieben, Analyse und Transparenz der Gegebenheiten der HKA.

00:10:28: Also etwas Nachhaltigkeitsgestalten funktioniert nur wenn ich weiß woran Ich bin Und da sind nachhaltigkeitreports drin Energie Monitoring von Laboren und so weiter und sofort Dass man weiß was der Anfangspunkt ist.

00:10:43: Ganz wichtig es dann halt ins Handeln zu kommen.

00:10:45: Das heißt wir wissen dann wo stehen wir eigentlich also wir haben auch die Daten.

00:10:48: das ist mir auch wichtig dass wir wirklich wissen wie viel energieverbrauchen war Wo usw.

00:10:54: und eben ein Reporting haben, das wir wissen auch wie viel CO-Zweil verbrauchen.

00:10:58: Aber dann geht es natürlich darum tatsächlich Energie zu sparen, die Emissionen hier runterzubekommen.

00:11:06: Das heißt da wollen wir ganz konkret ins Doing kommen, konkrete Projekte auch Smart-Heating-Ware eins was da reingehören würde wo wir auf jeden Fall Energie sparen würden im Winter.

00:11:17: Und das wären so der zweite Punkt, ganz konkret CO-Zeitemissionen.

00:11:22: Also ich denke an Bauvorhaben, die es ja konkret auch gibt.

00:11:26: Stichwort Campus-Zwanzig-Dreißig-Plus.

00:11:28: da ist auch schon einiges vorgelegt worden.

00:11:30: das heißt ihr schaut euch auch das an oder gibt's noch andere?

00:11:33: Ja also Gebäude sind sicher das erste woran man auch denkt.

00:11:37: wenn man weiß wo die CO zwei Emission eigentlich herkommen schaut man natürlich was kann man tun entweder um selber Energie zu erzeugen also erneuerbare Energien.

00:11:47: Das war so das erstes was ich gedacht habe in diesem Gremium wo wir auch vorher drin waren.

00:11:52: Ich habe es immer noch nicht aufgegeben.

00:11:54: Es ist aber nicht ganz in unserer Hand, die Gebäude gehören ja nicht uns als Hochschule und das heißt da müssen wir in Kooperation mit anderen versuchen so viel wie möglich zu tun.

00:12:07: Aber wir haben's nicht ganz an der Hand.

00:12:09: Das heißt wir bleiben dran, aber andere Dinge haben auch viel mehr in der Hand wie zum Beispiel nicht unsinnig heizen mit offenem Fenster oder so.

00:12:18: Und auch auf die Gefahr hin mich unbeliefst zu machen, manchmal ist auch weniger mehr.

00:12:23: das heißt Bauvorhaben die nicht durchgeführt werden sind natürlich eine gute Möglichkeit CO²-Mission zu reduzieren.

00:12:31: es lohnt sich auch da nochmal die Sinnhaftigkeit von Vorhaben in Frage zu stellen um zu schauen ob der Gewinn wirklich in Relation zu dem was es kostet, das steht.

00:12:41: Und wenn ich sage kostet dann meine ich definitiv CO-Zweifel.

00:12:45: Ja, absolut!

00:12:45: Andreas du wo hattest noch eine Ergänzung?

00:12:47: Ja genau der dritte Punkt in den ich eigentlich ja rennen wollte da geht's eigentlich darum die Hochschule so einem lebenswerten Platz zumachen für alle Beteiligten damit im Prinzip auch Identifikationen zu schaffen.

00:13:03: Es wird sich um die Gesundheit der Leute gesorgt.

00:13:06: Leute können partizipieren, können mitgestalten, mitwirken und können ihren Teil dazu beitragen die Hochschulenachhaltige zu machen.

00:13:14: Das heißt sowohl Studis als auch Profsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach alle auf dem Campus?

00:13:20: Genau!

00:13:20: Inklusive

00:13:20: der Tiere, die wir ja auch hier haben.

00:13:23: Ja inklusive Achtung der Tiere sagen wir so.

00:13:27: Aber es sollen tatsächlich alle mitwirten.

00:13:30: Und mit allem meine ich tatsächlich auch die Studierenden die mitarbeiten denn in ihren unterschiedlichen Rollen, vielleicht aber auch mit ihren unterschiedlichsten Bedürfnissen und Präferenzen.

00:13:41: Vielleicht interessieren sie sich für wie kann ich den Campus grüner machen?

00:13:44: Vielleicht interessiert es sich für das Thema Mülltrennung oder vielleicht geht's einfach um Gesundheit.

00:13:49: Und Leute haben damit natürlich mehr Identifikation wenn es sich... mit ihren Präferenzen einbringen können.

00:13:56: Sag mal, ich habe jetzt als Mitarbeiterin eine Idee oder mir ist irgendwas aufgefallen?

00:14:00: Könnte ich dann zu euch kommen mit meiner Idee und meinen Fragen?

00:14:04: Unbedingt!

00:14:05: Also uns natürlich aber wir würden dann auch versuchen das auf die Straße zu bringen oder die Idee in die Realität zu bringen.

00:14:13: Und dann sind wir bei dem Thema wie kann so ein Projekt gestaltet werden?

00:14:17: was für Mitstreitende gibt es für dieses Projekt?

00:14:19: Wie passt das zur Strategie der Hochschule?

00:14:23: Wo kommt Budget her?

00:14:25: Was für Regeln muss man einhalten?

00:14:27: Und da können wir zum Teil unterstützen, aber zum Teil müssen wir dann auch den Rest der Hochschule das Rektorat mit einbeziehen.

00:14:34: Also wir bieten nicht das All-Inklusivpaket!

00:14:36: Aber mit der Person die mit der Idee kommt versuchen wir etwas zu entwickeln, dass es sinnvoll ist und funktioniert.

00:14:43: Was macht ihr denn in Sachen Lehre?

00:14:45: Ihr seid alle Professoren hier an der Hochschool.

00:14:49: wie findet Nachhaltigkeit Invorlesung in Seminaren statt.

00:14:55: Was habt ihr da für Beispiele?

00:14:58: Mein Beispiel liegt auf der Hand!

00:15:00: Wir versuchen ja seit einigen Jahren das Klimapuzzle in die Lehre zu integrieren, es ist auch so dass zum Beispiel die gesamte Fakultät MMT das für alle erste Messerschulierenden anbietet.

00:15:10: Vielleicht kannst du kurz erklären in zwei Sätzen was das eigentlich ist?

00:15:13: Ja

00:15:13: Es ist ein Serious Game, bei dem man lernt wie das Systemklima funktioniert und dass es gespeist durch Daten aus dem Weltklimarat.

00:15:24: Also wirklich streng wissenschaftliche Daten.

00:15:27: Und dann muss man mit Karten die Abhängigkeiten der verschiedenen Elemente darstellen mit Pfeilen und bekommt am Ende so ein gesamtes Bild, wie das zusammenhängt.

00:15:40: Das ist zwar bis zu einem gewissen Punkt eine vereinfachte Darstellung, aber sie gibt so die größten Abhängigkeiten da bzw.

00:15:51: zeigt nochmal wie das Problem sich entwickelt hat und vielleicht auch was man dann machen kann.

00:15:57: Und dieses Klimapuzzle, das ist ein super Einstieg in den Themen Nachhaltigkeit.

00:16:02: Ich habe nochmal geschaut weil wir ja die gesamten UN-Ziele angehen sollen und das deckt zwölf der UN- Ziele ab von allen siebzehn.

00:16:12: also da ist wirklich für alles was drin Leben unter Wasser leben am Land natürlich aus Maßnahmen zum Klimaschutz nachhaltiger Konsumproduktionen usw.

00:16:23: Sofort.

00:16:25: danach muss natürlich noch etwas kommen.

00:16:27: Also das ist eine einmalige Sache, die drei Stunden dauert.

00:16:31: Und dann liegt es an den verschiedenen Kollegen diesen Impuls zu nutzen und diesen Impulz zu etwas zu machen.

00:16:38: Das Klimapuzzle ist sozusagen für alle Fakultäten zugänglich, habe ich das richtig verstanden?

00:16:44: Dann liegt es am einzelnen Lehrenden was damit gemacht wird.

00:16:48: Zum Beispiel hab' ich ne Vorlesung nachhaltiges Wirtschaften und da nutzen wir das Klimapussel natürlich als Einstieg.

00:16:55: Es geht um Zusammenhängen und Abhängigkeiten im Kontext Klima.

00:16:59: In dieser Vorlesung geht es auch um systemisches Denken, dann passt das natürlich gut als Beispiel.

00:17:05: Das ist ein gutes Stichwort, vielleicht kannst du das noch ein bisschen ausführen.

00:17:09: Wirtschaft und Nachhaltigkeit kann sich ja auch ziemlich beißen?

00:17:14: Ja, das ist tatsächlich eine der Vorwürfe die ich an die traditionelle Lehre in der Wirtschaft habe.

00:17:21: dann werden Wirtschaftsmodelle in den Vordergrund gestellt, die einfach kapitalistisch orientiert sind oder profitorientiert sind.

00:17:28: Und das ist meiner Meinung nach nur noch heutzutage nicht mehr ganz zeitgemäß und die Nachhaltigkeit kommt an der Stelle zu kurz und deswegen blende ich dafür dass wir mehr Nachhaltigkeitsaspekte auch in die Grundlagen Vorlesungen kriegen müssen oder dass es Vorlesung gibt wo eben andere Wirtschafts-Modelle betrachtet werden.

00:17:50: In der Vorlesung geht es um nachhaltiges Wirtschaften und dann betrachten wir zum Beispiel die Kreislaufwirtschaft als einen Ansatz, um mehr Nachhaltigkeit in die Wirtschaft einzukriegen.

00:18:05: Christine Nickt, du hast ein Projekt gerade am Laufen mit der EMBW.

00:18:09: Magst du auch vielleicht gerne mal was dazu sagen?

00:18:11: Ja da geht es um Windenergie also um erneuerbare Energien wo wir natürlich die Energiewende stark antreiben wollen alle und das funktioniert auch in Teilen und die ENBW macht da ja auch mit.

00:18:24: d.h.

00:18:25: sind ganz viele Projekte also Windräder geplant und da geht's drum Data Science und Maschinelles lernen einzusetzen, um das zu ermöglichen.

00:18:35: Denn erstens wollen wir nicht dass die Winterenergieanlagen kaputt gehen oder wie ihr es nicht merken und dann steht ein Windrad still.

00:18:43: Das merkt man wenn man auf der Autobahn fährt vielleicht im Norden sieht man schon immer wieder welche die Stillstehen.

00:18:48: Es könnte sein dass es kaputt ist muss aber nicht.

00:18:51: Und da geht's drum über Automatisierung und KI zu erkennen was kaputt is oder kaputt gehen wird und dann braucht man nicht ganz so viele Fachkräfte, die eben fehlen um diese Anlagen zu monitoren.

00:19:07: Das heißt ihr schaut euch die Datensätze an und merkt dann ziemlich schnell okay da ist irgendwas irregulär, da sollte man mal hinschauen.

00:19:14: also ihr schaut einfach zahlen an?

00:19:16: Genau!

00:19:19: Ich sehe das als meine Mission weil das meine Expertise mit den Daten auch in diesen Richtungen, also Nachhaltigkeit erneuerbare Energien zu wirken.

00:19:32: Einfach mit meinen Fähigkeiten und meinem Team.

00:19:34: Ich würde das ein ganz tolles Beispiel und nochmal so zeigen dass man an einem Werkzeug jetzt in diesem Fall KI so oder so verwenden kann unter Energieverbrauch für die KI die so etwas macht ist natürlich absolut sinnvoll.

00:19:45: In anderen Bereichen wäre es an weniger der Falle?

00:19:48: Einen Thema haben wir noch nicht genannt nämlich Mobilität.

00:19:52: da wird konkret auf dem Campus auch einiges gemacht.

00:19:55: habt ihr da Beispiele, Christine?

00:19:58: Also ich glaube es wird zwar was gemacht aber ich finde man müsste noch viel mehr machen.

00:20:03: Ich denke da ganz oft eher an die Forschung und es gibt auch Beispiere von anderen Hochschulen.

00:20:09: also man fliegt eigentlich viel dann auf Konferenzen wenn man erfolgreich ist in der Forschung Und ich glaube da muss etwas gemacht werden weil das da haben wir einen hohen.

00:20:19: Also wir haben es noch nicht ermittelt.

00:20:20: Wir sind ja noch in der Phase, wo wir Transparenz schaffen – ich kenne die Zahlen noch nicht!

00:20:25: Aber es ist schon so, dass die meisten Hochschulen halt einen großen Fußabdruck haben wird züglich CO² mit den Flügen und da gibt's schon ein paar schöne Beispiele von anderen Hochschulens, wo man vielleicht was tun kann.

00:20:38: In welche Richtung geht das dann?

00:20:39: Da gehts um bisschen drum so ein Budget... für jede Forschungsgruppe und also von Anreiz zu schaffen, weniger zu fliegen.

00:20:52: Also über Mittel, über Budgets da ja Anreize zu schaffen nicht zu verbieten aber Anreizen zu schaffen weniger zu Fliegen.

00:21:02: Das ist ein ganz gutes Beispiel dass wir natürlich auch darauf abzielen, in die Prozessin der Hochschule reinzukommen.

00:21:10: Weil Dienstreisen werden beantragt und genehmigt, es wird bezahlt.

00:21:16: Und zukünftig ist vielleicht der CO-Zwei-Fußabdruck bei einer Dienstreise auch ein Kriterium.

00:21:22: So was ist jetzt wenn ihr eine Professorin hat, der aber sagt ne ich muss ganz dringend nach Toronto und ich will dort hinfliegen und nicht mit dem Segelschiff?

00:21:32: Gebaut wird ein Segelboot, will ich nicht unbedingt machen.

00:21:36: Gibt es da eine Diskussion?

00:21:37: Wie sieht das dann konkret

00:21:38: aus?

00:21:38: Wir verbieten das einfach!

00:21:44: Ich sehe schon die Schlagzeiten!

00:21:47: Ja aber das ist ja genau das was Christine sagte also die Anreize so schaffen dass es weniger interessant wird zu machen

00:21:55: und ein Ziel von uns ist natürlich dass die Leute verstehen dass es vielleicht günstiger oder schlauer ist oder vielleicht auch für zukünftige Generationen besser ist, wenn man es sparsam

00:22:06: umgeht.

00:22:07: Genau Aufklärung ist glaube ich schon.

00:22:08: oder Klimabildung ist halt einfach das was wir am besten leisten können zum Beispiel mit dem Klimapuzzle und anderen Tools.

00:22:17: aber ich glaub dass haben wir halt direkt in der Hand.

00:22:19: Wir werden niemandem des verbieten.

00:22:23: Ich muss dir widersprechen.

00:22:26: Ja, gänzen uns oder regulieren uns.

00:22:31: Wir kommen langsam jetzt zum Schluss.

00:22:34: vielleicht noch ganz kurz das Studierendenwerk.

00:22:38: wie sieht es da aus mit Essen healthy eating?

00:22:42: Die sind ziemlich gut unterwegs also die haben sich schon seit Zwei, drei Jahre.

00:22:46: Ich habe es nicht mehr im Kopf damit befasst wie das Essen einen Einfluss auf unsere Umwelt hat.

00:22:52: also sie haben dann entsprechende Score in der Mensa.

00:22:56: ich glaube Rudung von Flächen ist da ein Punkt Wasserverwendung CO-Zweihemissionen den vierten hab' ich jetzt nicht mehr bereit.

00:23:03: Also man kann auf einen Blick sehen

00:23:05: ist mein essen

00:23:05: gesund nämlich jetzt lieber die Spaghetti Bolognese oder die Couscous Pfanne oder sowas.

00:23:12: Und dann sieht man den Unterschied.

00:23:13: Wobei nicht vermischen, gesund und Einfluss auf die Umwelt!

00:23:16: Das sind wirklich zwei verschiedene Sachen... ...und da geht es in der Tat hauptsächlich um den Einfluß auf die Umwelt.

00:23:21: Wenn's dann noch zusätzlich gesund ist?

00:23:22: Toll!

00:23:23: Ist das

00:23:23: übrigens?!

00:23:24: Und tatsächlich macht das Studierendwerk schon relativ viel im Gebiet aber auch zum Beispiel wie Sie Ihre Ressourcen ausnutzen.

00:23:33: Also sie sind sehr vorsichtig mit dem produzieren neuer Speisen wenn sie nicht genau wissen dass die noch aufgebraucht werden.

00:23:42: Gibt es schon viel mehr Dinge, die die tun von denen man oft nichts weiß?

00:23:46: Es gibt kleine Schritte.

00:23:47: Es muss viel kommuniziert werden.

00:23:49: Welche Schritte geht ihr jetzt konkret?

00:23:52: Es

00:23:52: geht darum wirklich Anreize zu schaffen dass man sein Verhalten in die eine Richtung oder den anderen lenkt und das auch dann positiv gestaltet.

00:24:01: Aber wir wollen natürlich auf unterschiedlichen Ebenen Einfluss nehmen beziehungsweise wirken Und es beginnt... Ganz oben bei strategischen Geschichten.

00:24:11: Wir wollen, dass Nachhaltigkeitsaspekte mit in der Strategie der Hochschule berücksichtigt werden.

00:24:15: wir wollen auf der thematischen Ebene arbeiten.

00:24:18: das bedeutet nachhaltig keits Aspekte in der Lehre und in der Forschung Und wir wollen aber natürlich auch Regeln und Prozesse mit beeinflussen.

00:24:27: Das betrifft Beschaffungen des Betrifftes Verwenden von Beschaften Geräten oder Wiederverwänden des Betriebs des Reparieren.

00:24:34: und jetzt sind wir auf einmal auf der Projektebene wo wir unterschiedlichste Ansatzpunkte sehen, die zum Teil quick quints sind.

00:24:42: Wir versuchen möglichst schnell die Mülltrennung hinzukriegen.

00:24:45: Wir versuchen möglichst schnell Wasserspender in der Hochschule zu organisieren und dann gibt es eben länger laufende Geschichten wie diese Smart-Heating.

00:24:56: Also

00:24:56: ich höre daraus dass natürlich die Vernunft ist dabei das alles sehr vernünftig.

00:25:03: dieser Nachhaltigkeit aber soll auch lebenswert sein also Für die Gemeinschaft, ein soziales Projekt auch.

00:25:09: Sehe ich das richtig?

00:25:10: Absolut!

00:25:11: Also wir wollen halt die Leute mitnehmen und... Du hast es gesagt.

00:25:16: Es geht wirklich um Partizipation, weil ich glaube das überzeugt ja am meisten wenn man mitmachen kann und wenn man mittein entscheiden kann und das soll es sein.

00:25:23: also es soll wirklich nicht etwas vorgegeben ist oder von uns nur Ersonnernis sein sondern es sollen alle mit machen.

00:25:31: deswegen Kommunikation ist schon extrem wichtig intern aber wir wollen uns natürlich auch vernetzen und lernen von anderen was wir auch schon tun als andere Hochschulen Gesellschaft usw.

00:25:40: Das ist schon noch so ein Aspekt neben dem den die du genannt hast, dass wir die Kommunikation und Vernetzung halt auch sehr stark in den Blick nehmen.

00:25:50: Und ihr wollt natürlich die Energie- und die Innovationskraft, die in der Hochschule steckt nutzen und dann viel mehr Impact haben.

00:25:57: am Ende als wenn wir das alleine uns ausdenken oder als wenn es ein paar wenige machen?

00:26:02: Wir wollen das natürlich alle mitgenommen werden!

00:26:04: Da brauchen wir das positive Ziel – dass wir übergeordnete Ziel haben für das wir brennen und das uns stolz macht.

00:26:12: Ich bin gespannt, in welche Richtung das konkret gehen wird und was für Aktionen jetzt gestartet werden.

00:26:19: Gibt es schon eine Aktion, die wir ankündigen können?

00:26:22: Ist da schon irgendwas geplant?

00:26:23: Noch nichts Konkretes ist aber ich denke mal, es wird so viel besprochen.

00:26:27: Also wir haben selber eine Menge Energie und viele Ideen und wir fahren auch... dass in der Hochschule eine Menge Leute gibt, die Ideen haben, die Dinge voranbringen wollen.

00:26:38: Und er lässt sich in nächster Zeit einiges tun!

00:26:40: Wir wissen, dass schon Anträge laufen um bestimmte Projekte zu finanzieren und wir wissen das auch von Studierendenseite schon.

00:26:47: Bestimmte Initiativen gibt.

00:26:49: healthy HKA ist zum Beispiel einen die schon läuft.

00:26:52: also da passiert gerade schon relativ viel und der Moment ist glaube ich auch ganz gut.

00:26:56: Healthy HKA eine studierenden Aktion!

00:26:59: Ich danke euch sehr, dass ihr hier wart und wünsche euch viel Spaß macht ja auch Spaß was Neues zu bewegen und viel Erfolg mit eurem Vorhaben.

00:27:08: Und wenn wir keinen Spaß haben, dann haben wir was falsch gemacht.

00:27:11: Vielen

00:27:11: Dank!

00:27:12: Wir haben auf jeden Fall die dritte Sparte.

00:27:14: Das waren die Professoren Christine Preisach und Andreas Heberle von der Fakultät für Informatik- und Wirtschaftsinformatek sowie Olivier Schäcker von der Facultät Für Maschinenbau & Mechatronik – Der Hochschule Karlsruhe.

00:27:26: Die drei verstehen sich menschlich wirklich sehr gut.

00:27:28: Das merkt man und die haben eine Energie, dass sie wirklich was bewirken können.

00:27:32: Ich bin gespannt, was Sie alles auf die Beine stellen!

00:27:54: Interessantes aus

00:27:55: Forschung, Lehre

00:27:56: und angewandter Wissenschaft.

00:27:59: Alle Infos zu unseren Studiengängen auch im Netz unter www.h-ka.de.

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