Hallo liebe Hörer:innen, der HKA-Podcast erscheint momentan etwa einmal im Monat. Manchmal kommt es zu Verzögerungen. Sollte das mal vorkommen, könnt ihr gerne mal unseren YouTube-Kanal durchstöbern: LINK. Das könnt ihr natürlich auch ohne Verzögerungen machen. ;-)

#11 „Hummeln im Hintern“ – hingesetzt mit Prorektor Prof. Dr. Rainer Neumann

Shownotes

Er ist ISB (Informationssicherheitsbeauftragter) der Hochschule Karlsruhe und im Frühjahr 2024 einstimmig zum neuen Prorektor für Studium, Lehre und lebenslanges Lernen gewählt geworden. Moderatorin Anneke Reinsperger spricht mit Rektoratsmitglied Rainer Neumann darüber, wie er die Zeit des Cyberangriffs auf die HKA wahrgenommen hat als Mitglied des Krisenteams, welche Ideen er für die Lehre hat und warum er er nicht gerne still sitzt. Erstveröffentlichung: September 2024

Musik: "System Changer" von Darko Indir / Darko Soundsystem, via Soundtaxi.com

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00:00:00: In dieser Ausgabe vom HKA-Podcast spreche ich mit dem neuen ProRektor für Studium, Lehre und lebenslanges Lernen.

00:00:06: Prof.

00:00:07: Dr.

00:00:07: Rainer Neumann.

00:00:08: Ich bin niemand der Sachen versucht zu schnell zu regulieren sondern ihr sagt lasst uns mal experimentieren und wenn es daneben geht dann lernen wir daraus.

00:00:17: also ich glaube das ist wichtig auch dass man auch in den Bereichen Lehre eine entsprechende Fehlerkultur hat.

00:00:23: Ich glaube es ist eher wichtig zu sehen was tun denn alle schon?

00:00:26: Und können wir alle vielleicht ein bisschen etwas davon lernen?

00:00:31: Der HKA-Podcast.

00:00:33: Die Hochschule Karlsruhe zum Anhören mit Anneke Reinsperger.

00:00:37: Ein neuer Monat, eine neue Podcastfolge aus der HKA – der Hochschulle Karls ruhe!

00:00:43: Heute also sozusagen teilt zwei der Interviews mit Menschen aus dem Rektorrad.

00:00:47: Nach Rektorian Rose Marie Beck jetzt Rainer Neumann.

00:00:51: Er ist nach wie vor Informatikprofessor für Entwurf und Entwicklung innovativer Systeme und im Nebenamt seit Mai Pro-Rektor zuständig für die Themen Studium und Lehre.

00:01:02: Was kann man über ihn sagen?

00:01:04: Er hat in der Unikalsruhe, dem heutigen KIT, Informatik zu studieren angefangen.

00:01:09: Die Promotion folgte zum Thema Softwareentwicklung – dann ging er erst mal in die Wirtschaft.

00:01:15: An der HKA kennt man ihn seit Jahrzehnten als Lehrenden und auch als Prodekan in der Fakultät für Informatikum und Wirtschaftsinformatik.

00:01:23: Im Oktober im Jahr ist die Hochschule, so wie einige andere bereits auch, Opfer eines Cyberangriffs.

00:01:29: In dieser Zeit war er Mitglied des Krisen-Teams.

00:01:32: Über dieses Thema und über seine Ansichten seiner Ideen zu Lehre und Co.

00:01:36: habe ich mit ihm gesprochen als ich ihn in seinem Büro besucht habe.

00:01:41: Im Anzug sieht man ihn äußerst selten erbietet – zumindest Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie mir – gerne dass du an und scheint irgendwie immer unterwegs zu sein!

00:01:50: Gleich am Anfang des Gesprächs hab ich ihn darauf mal angesprochen.

00:02:02: Was für ein Typ bist du?

00:02:04: Du sitzt mir jetzt gegenüber mit einem T-Shirt, mit Shorts und Turnschuhn ... Genau!

00:02:09: So kennen wir dich... Und ich glaub', ich hab' dich noch nicht wirklich lange sitzen sehen.

00:02:14: Also ich schätze eher, du warst und bist einen Typ der nicht gerne still sitzt.

00:02:21: Ist das

00:02:21: richtig?!

00:02:22: Ja, Hummeln im Hinteren.

00:02:25: Geht mit Sitzten so wie mit Reden.

00:02:29: Mein Vater hat immer gemeint, wenn du mal stirbst muss man wahrscheinlich dein Mundwerk extra nochmal totschlagen.

00:02:34: Aber das ist vielleicht eine Charakterisierung die ich schon als kleines Kind hatte.

00:02:38: Ich muss wahrscheinlich auch zu vielen Sachen meinen Senf dazugeben.

00:02:42: Hab hoffentlich über den letzten Jahre gelernt wann es eher Meinung oder Wissen ist und halte mich deswegen gerne ein bisschen mehr zurück.

00:02:50: mittlerweile aber ja gern!

00:02:52: Rainer stört im Unterricht?

00:02:53: Oder was standet im Zeug

00:02:54: nicht?!

00:02:56: Nee, stört im Unterricht nicht.

00:02:58: Die Positivformulierung wäre vielleicht beteiligt sich aktiv gewesen.

00:03:02: Ich habe mich vielleicht weniger erwischen lassen dabei.

00:03:07: Was für Interessen hast du denn?

00:03:09: Also natürlich bist du jetzt... Hast mit viel Informatik zu tun, war das schon immer so?

00:03:15: Ja tatsächlich war Informatiks so eines der Mit der ersten Hobbys neben Musik und neben Fahrtfinderei beispielsweise und Sport.

00:03:26: Ich war früher relativ viel in Leichtathletik unterwegs.

00:03:30: Habe lange Zeit Musik gemacht, mache ich heute... Na ja, ich versuch's!

00:03:35: Welches Instrument?

00:03:36: Welche Instrumente?

00:03:37: Früher wurde ich genötigt.

00:03:40: Nee es war nicht ganz so aber dreizehn Jahre lang habe ich Akkordion gespielt.

00:03:45: Hab mir dann aber irgendwann ein bisschen Gitarre beigebracht.

00:03:49: das war während der Abiband beispielsweise Bass spielen was sehr Spielspaß gemacht hat.

00:03:54: Ein bisschen Keyboard, ein bisschen Klavier.

00:03:56: Und das hat sich bis heute durchgezogen.

00:03:59: von allem so ein bisschen.

00:04:00: was aber kann auch sagen nichts richtig zumindest nicht.

00:04:03: ich spiele gerne Stücke die deutlich über meinem Niveau sind und deswegen mache es nicht öffentlich.

00:04:07: Okay kommen wir zu deinem Werdergang.

00:04:11: Es liest dich so ein bischen wie eine Karlsruherpflanze.

00:04:14: kommst du aus Karls Ruhr direkt?

00:04:16: Ich komme aus Obrichheim.

00:04:18: Manchen vielleicht bekannt als dieses Dorf neben einem der ältesten Kernkraftwerke Deutschlands, das es aber jetzt schon eine Weile nicht mehr gibt.

00:04:26: Das ist achtzig neunzig Kilometer von hier.

00:04:30: Mich hat's zum Studium dann nach Karlsruhe her verschlagen und ich war danach nach Studium und Promotion mal eine kurze Zeit im Frankfurter Raum unterwegs.

00:04:39: Aber weil meine Frau auch beruflich in dieser Stelle ist, hat sie mich wieder zurückgezogen.

00:04:46: Seit ... ... zwei tausend ... ... eins bin ich wieder die ganze Zeit in Karlsruhe.

00:04:52: Du hast auch promoviert im Themengebiet Softwareentwicklung, kannst du das näher ausführen?

00:04:57: Was war da das Thema?

00:05:01: Wie sage ich das jetzt ohne dass es zu sehr in die Technik geht?

00:05:05: Im Prinzip ging's damals darum wie kann ich mit großen Softwaresystemen mit objektorientierten Sprachen programmieren, wie kann ich welche Probleme laufen dabei auf.

00:05:15: Insbesondere gibt es da so Mechanismen die nennen sich Vererbung und welche Probleme können dabei entstehen?

00:05:21: Also das war ein relativ spezielles Thema einem Lehrstuhl der sich um Übersetzerbau Themen gekümmert hat.

00:05:29: Professor Goos war einer von den Gründervietern der Informatik bei uns.

00:05:32: Das heißt eigentlich war das Themengebiet Übersetzerbau Software Technik Entwicklung großer Systeme Werkzeugbau.

00:05:39: Das klingt auch wieder nach viel und viele ein bisschen?

00:05:44: Nee, ich glaube es hängt tatsächlich irgendwie zusammen.

00:05:46: Und ich ertappe mich heute auch immer wieder dabei dass ich sage ja das und den um den Ansatz den habe ich ja damals schon... Das hat mir mal weh getan wenn mein Dirktov-Vater das gesagt hat.

00:05:54: Das haben wir früher schon so gemacht und sind da und da gescheitert.

00:05:58: Heute sag' ich's gleiche.

00:06:00: Aber es sind wirklich viele grundlegende Prinzipien die sich einfach bei allen Themen gleich durchziehen und Software Werkzeugbau ohne Übersetzerbau geht nicht, auch wenn wir heute sagen wie bauen wir moderne Entwicklungswerkzeuge.

00:06:15: Das waren eigentlich solche Anlagen die wir früher versucht hatten.

00:06:18: das ist eigentlich ein Themengebiet.

00:06:20: aber ja dass die Informatik und jetzt gerade mit KI gibt unglaublich viele verschiedene Themen her und ich laufe Gefahr mich in allen zu tun.

00:06:33: Deine Rolle hier an der HKA ist einerseits Professor an der Fakultät für Informatikum Wirtschaftsinformatik.

00:06:39: du warst dort Prodikan Studiendekan, Wirtschaftsinformatik Master und bis nach wie vor Professor für Entwurf- und Entwicklung innovativer Systeme.

00:06:49: Richtig?

00:06:50: Ich glaube das ist das was offiziell auf den Hochschulseiten drauf steht.

00:06:53: Und was ist es wirklich?

00:06:55: Tatsächlich habe ich angefangen an der Hochschule mit der Aufgabe des Themengebieten Modellierung von Informationssystemen zu machen dass jetzt ein Kollege Andreas Peter Schmidt macht Und ich habe damals, weil die Lücke da war, mich um das erste Semester.

00:07:11: Das heißt die Einführung in die Wirtschaftsinformatik gekümmert was ich bis heute auch noch mache, weil ich glaube es ist schön die neuen Studierenden auf dem Campus zu sehen und durchs erste Semestern zu begleiten.

00:07:23: Das macht richtig Spaß!

00:07:25: Ich bin ansonsten den letzten Jahren immer im sechsten Semester bei uns in Projektveranstaltungen eher als Coach mit dabei gewesen Und als Studiendekan für den Master war ich zum einen für die Orgel mit zuständig, aber habe dort auch Fächer wie das.

00:07:39: eine nennt sich Service Solution.

00:07:40: Die sind also so ein ganzheitlicher Entwurf von IT-Systemen mit Projektbezug betreut und ich muss sagen, die Arbeit mit den Studierenden macht einfach tierisch viel Spaß!

00:07:53: Du hast jetzt schon angesprochen dass du dir über leere Gedanken machst?

00:07:59: Und das ist ja jetzt auch dein Job als Prorektor für Lehre.

00:08:02: Wie gestaltest du denn selbst deine Vorlesungen?

00:08:05: Unterschiedlich, ich glaube im ersten Semester erwarten Studierende was anderes.

00:08:11: also das klassische Modell ist immer noch wie kriegen wir euch dann in diesen Rhythmus rein?

00:08:16: die funktioniert Hochschule.

00:08:17: Aber auch da, glaube ich, ändert sich einiges.

00:08:21: Die Voraussetzungen von Studierenden ändern sich und das meine ich jetzt nicht unbedingt auf intellektueller Basis sondern die Art.

00:08:26: wie gehe ich mit Medien um?

00:08:27: Was erwarte ich?

00:08:29: Und ich glaube was wir viel stärker betonen müssen, versuche ich jedes Semester mal wieder ein bisschen weiter mit reinzubauen ist die Art.

00:08:37: Wie können wir in diese wissenschaftliche Denkweise, wie können wir...in wie funktioniert Studieren besser reinkommen?

00:08:48: Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich das Konzept gefunden habe.

00:08:50: Ich arbeite noch daran aber ich glaube insgesamt müssen wir an dem Bereich stark dazu hingehen.

00:08:56: was können wir den Studierenden in ersten ein zwei Semestern mitgeben?

00:08:59: Was ihnen egal wie es dann weitergeht oder bei uns an der Hochschule sonst wo was sie weiter bringt.

00:09:04: okay du meinst wahrscheinlich nicht nur Inhalt bezogen sondern auch wie Du an die Studierende rankommst wie Du ihn begegnest.

00:09:12: hast du denn Beispiel was du da konkret machst?

00:09:16: Naja, es geht eigentlich darum dass wir frühzeitig schon relativ individuell auf die Studierenden eingehen müssen.

00:09:23: Aber natürlich im Wintersemester werden bei uns dann teilweise hundertzwanzig Studierende anfangen.

00:09:28: Gut nach den ersten paar Wochen sind's typischerweise ein paar weniger.

00:09:31: aber da ist das Individuelle-Betreu noch relativ schwierig und da suche ich immer die ganze Zeit nach wie kriegen wir das besser hin?

00:09:40: Da sehe ich übrigens auch eine Chance bei diesem ganzen KI-Thema, dass man mich sagen kann wie können wir denn mit Hilfe der KI auch eine Individualisierung in großen Gruppen hinbekommen?

00:09:50: Wenn es dann eher um die oberen Semester geht also jetzt in den Master.

00:09:55: Dann ist es leichter wenn ich dann eine Gruppe habe mit zwanzig oder dreißig Personen.

00:09:59: da kann man schon sehr stark individuell Projekte durchführen.

00:10:04: Es gehört ja auch eine persönliche Ansprache dazu.

00:10:06: Also ich weiß nicht, machst du deine Vorlesung dann mit Absicht kürzer so dass mehr Fragen kommen können?

00:10:13: Die Studierenden nachher direkt zu dir kommen können oder bietest du an das, dass du mit ihnen chattest?

00:10:19: wie machst du das ganz praktisch?

00:10:22: Ganz praktisch im ersten Semester ist es so, dass die studieren sich meistens noch gar nicht wirklich Trauenfragen zu stellen.

00:10:28: Das heißt da geht's eher drum.

00:10:30: Wie kann ich vielleicht in der Vorlesungen mache jetzt eher klassisch in einer Übung, aber wie kann ich individuell auf Fragen eingehen?

00:10:37: Wie kann ich möglichst persönliche Ansprachen machen.

00:10:39: Das heißt wir haben die Übungsgruppen auch bei uns immer so klein gehalten dass de facto nicht mehr als zwanzig bis dreißig Personen mal drin saßen Und dann hat man schon die Chance persönlich mit den Leuten zu sprechen.

00:10:52: Wenn wir in die oberen Semester reingehen, also jetzt kommt mal gerade wieder das Masterfach da ist der Vorlesungsteil nur ein Teil.

00:10:59: aber das Projektfach ist eigentlich immer so dass ich sage Studierende bekommen Aufgaben und dann setze ich mich jede Woche eine halbe Stunde mit den Studierenden also mit jedem Team oder mit den einzelnen Personen zusammen.

00:11:11: Das macht dann schon ein paar Stunden in der Woche.

00:11:14: Ich gehe individuell über die aktuellen Fortschritte drüber.

00:11:19: Wir haben einen sehr starken persönlichen Bezug und ich glaube, das macht dann auch vieles aus was wir bei uns.

00:11:25: Jetzt kann sie jetzt vor allem aus unserer Fakultät früher, ich sage noch unsere Fakulität aus der Fakulty für Wirtschaftsinformatik sagen was uns Studierende mindestens im Master aber auch in den oberen Semestern spiegeln ist, dass es ein sehr großer persönlicher Bezug ist.

00:11:40: Ich glaube das trifft wenn ich mich mit anderen Studierenden betroffene jetzt unterhalten habe auf andere Fakultäten zu.

00:11:46: Gerade neulich war ich wieder bei EIT als es um die Brautomation-Preisvergabe ging und ich glaube das erlebe ich in vielen Fakultyten, dass dieser persönliche Bezug ein ganz wichtiger Teil ist.

00:11:58: Dadurch wie die Hochschule hier strukturiert ist mit starkem Praxisbezug.

00:12:03: Aber ich will so ein bisschen auf Lehrinnovationen auch hin.

00:12:07: Also hast du dir selbst irgendwas ausgedacht, was du getestet hast?

00:12:12: Bist du da experimentierfreudig oder wie gießt du davor?

00:12:15: Ich bin definitiv experimentier freudig und ich glaube, ich habe in den vergangenen Jahren immer mal die Grauzrunde kreativ zu nutzen gewusst aber... Mein Denkmodell ist, wenn ich mir anschaue.

00:12:28: Ich war zehn Jahre als Projektleiter oder Bereichsleiter in der Wirtschaft tätig und wenn wir Projekte dort gemacht hatten da gab es ein paar Sachen wie Wenn eine Mitarbeiterin gleichzeitig sechs Projekten bearbeitet dann ist das ineffektiv.

00:12:47: Wenn ich mir anschau wie wir unsere Studiengänge strukturieren und wir haben sechs Vorlesungen und am Schluss kommen sechs Prüfungen quasi nahezu gleichzeitig dann halten wir das für eine gute Lehre manchmal und das würde ich mal hinterfragen.

00:12:59: Also, ich glaube an der Stelle müssen wir mal ran wie können wir diese Zerrissenheit, die auch im Ausland nicht ganz so gesehen haben?

00:13:05: Da werden ja in Blöcken vielleicht einzelne Module gemacht.

00:13:09: Ich glaube da haben wir noch Potenzial nach oben.

00:13:10: was machen, was wir ein bisschen besser ausreizen können.

00:13:14: Das ist ein Teil des Zweites.

00:13:15: aber auch in Projekten versuche ich, dass es spätestens seit zweitausend sei dieser Agilität so ein bisschen angefangen hat zu sagen, ich definiere mit meinem Kunden was muss rauskommen und ich versuche Feedback zwischendrin zu geben so dass wir am Schluss das optimale Ergebnis rauskriegen.

00:13:33: Übertragen auf Noten heißt es für mich Studierende sollen am Schluss die Chance haben irgendwo sich zwischen gut und sehr gut einsortieren zu können wenn sie bereit sind Leistung zu bringen.

00:13:44: Und das ist nicht, dass ich ihnen ein halbes Jahr lang etwas erzähle oder nachschreiben eine Prüfung und dann können Sie es auch nicht sondern eigentlich muss ich zwischendrin Feedback geben, sodass am Schluss klar ist wo kommen wir denn raus.

00:13:57: Und das hat eigentlich in den letzten Jahren immer gut funktioniert, dass wir dann gesagt hatten im Master ist er so diesen alle total engagiert,

00:14:05: d.h.,

00:14:06: die setzen einen auch persönlich natürlich unter Druck vom Wegen kann es mir nochmal Feedback gibt und jetzt mal noch einmal das sagen was aber gut ist wenn das Angebot da ist sollen sie's auch nutzen.

00:14:18: Und dann ist es die Entscheidung von den Studierenden, wie viel Energie und wieviel Aufwand und wie viele Herzblut wollen sie in ein Projekt reinstecken.

00:14:24: Wenn Sie bereit sind Leistung zu bringen, dann ist das gut oder sehr gut?

00:14:28: Das heißt, es kommt da nicht als Überraschung wenn man jetzt zum Beispiel eine Drei hatte oder so... Eine

00:14:33: Drei ist schon mit früher Ansage auch drin ja klar.

00:14:39: Aber ich glaube, die Dinge, die schief gehen in den... Also wenn ich jetzt mal auf Abschlussarbeiten und Ähnliches mache.

00:14:45: Dann sind die Abschlussarbeiten bei denen was schief geht meistens die, wenn Studierende lange Zeit abtauchen sich nicht um Feedback kümmern.

00:14:52: Man selber vielleicht mal versucht sie ein-zwei Mal zu erreichen aber dann kommt nichts.

00:14:57: Und dann kriegt man am Schluss etwas geliefert, was gut oder nicht gut oder ausreichend ist?

00:15:02: Wenn ich Abschlussarbeit so betreue dass ich mich spätestens jede Woche oder alle zwei Wochen spätestens mit den Spielenden zusammensetze Und den Fortschritt genauer Träcke, dann passiert da in der Regel auch nichts.

00:15:12: und dann wissen die wo sie stehen.

00:15:14: Und dann gibt es natürlich Studierende, die am Schluss sagen ich Hauptsache abgeben, ich will jetzt durch und dann gibt's welche, die sagen was muss ich machen damit dich noch?

00:15:22: Das ist mein Vorgehen bei Lehre.

00:15:26: Seit Mai im April hatte ich der Senat der Hochschule Einstimmig zum neuen Prorektor für Studium und Lehre gewählt.

00:15:36: Und irgendwann habe ich auch gelesen, dass du auch Prorektor für lebenslanges Lernen bist.

00:15:41: Ist das richtig?

00:15:41: Ja, der Titel heißt, wenn ich es richtig zusammenkriege, Prorector für Studiums und Lehren und lebenslanges Lernen.

00:15:48: Was bedeutet für dich lebenslammes Lernen und wie setzt man es an einer Hochschule um?

00:15:52: Lebenslange Lernen ist erst mal gut als Professor in der glücklichen Lage, dass man lebenslagen lernen darf.

00:16:00: Ich werde dafür bezahlt, dass ich lernen darf.

00:16:02: Das ist ideal.

00:16:08: Mein Hintergrund in der IT war es eigentlich schon immer so, dass die Halbwertszeit von Faktenwissen oder bestimmte Nichtprinzipienwissen sehr kurz ist.

00:16:17: D.h.,

00:16:18: ich muss mich ständig weiterbilden und mich weiter interessieren.

00:16:22: Und das trifft jetzt auf immer mehr Lebensbereiche zu.

00:16:27: Zunehmend der Digitalisierung, wenn man jetzt mal das Schlagwort in den Mund nennt.

00:16:30: Heißt eigentlich jeder muss gucken wie ändern sich meine Lebensumstände?

00:16:33: Wie imnet sich mein Jobprofil?

00:16:34: Wie ändern sich die Möglichkeiten?

00:16:37: Und ich glaube da kann eine Hochschule einen richtig guten Beitrag leisten.

00:16:41: Das ist ein Teil, der zweite Teil ist... Wir haben viele Studierende, die je nach vielleicht ne Bachelor bei uns ab und kommen dann irgendwann zum Master wieder.

00:16:50: Sagen aber vielleicht dem Master in Vollzeit ist es bisschen schwierig und dann hab' ich ja finanzielle Einbosen.

00:16:57: Und an der Stelle gibt es jetzt jede Menge neue Ideen, die sagen warum kann ich mir nicht eigentlich bestimmte Micro Credits oder bestimmte Module an einer Hochschule einfach schon mal anerkennen lassen.

00:17:07: Das heißt wenn ich jetzt gerade mal ein bisschen im Job Luft habe dann kümmere ich mich über den Fach XY und das könnte ich doch jetzt gerade im Rahmen von einem Studiengang holen.

00:17:17: Ich glaube unsere Gesellschaft braucht mehr von diesen Konzepten, die sagen wie kann ich mich mein Leben lang einfach weiterentwickeln und ob dann hinten dran einen Abschluss bei raus kommt oder nicht.

00:17:24: Das ist nochmal eine andere Sache.

00:17:26: Da wird Lehre gerade auch ein bisschen neu gedacht und ich hoffe wir sind da mit der Hochschule und vielleicht auch mit unserem Standort nicht zu sehr die Bremsen.

00:17:37: Im Oktober steht der Impulstag Lehre, ich glaube so ist der Titel steht an.

00:17:42: Da versammeln sich Professorinnen und Professoren hier und sprechen darüber wie sie die Lehre gestalten können, tauschen Ideen aus usw.

00:17:52: Welche Akzente möchtest du da setzen?

00:17:55: Ich glaube der wichtigste Akzent ist dass wir Experimentierfreudigkeit fördern müssen.

00:18:04: Wir werden mit den neuen digitalen Möglichkeiten jede Menge Chancen sehen können und ich glaube, ich bin niemand der Sachen versucht zu schnell zu regulieren sondern ihr sagt lasst uns mal experimentieren.

00:18:18: Und wenn es daneben geht dann lernen wir da draus.

00:18:20: also ich glaube das ist wichtig auch dass man auch in Bereichen Lehre und ähnlichem eine entsprechende Fehlerkultur hat.

00:18:27: Dass wir sagen wir probieren Experimente aus und wenn's danebengeht dann gehts daneben dann muss was nicht anders machen Und ich würde mir nicht einbilden, dass ich wüsste wo wir mit den KI-Tools in zwei Jahren stehen.

00:18:42: Also sollten wir jetzt mal gucken was wir alles an Kreativideen ausbauen können und ausprobieren können und was die Kolleginnen und Kollegen sich alle schon ausgedacht haben.

00:18:50: Ich glaube es ist eher wichtig zu sehen Was tun denn alle schon?

00:18:54: Und können wir alle vielleicht ein bisschen etwas davon lernen?

00:18:58: weil ich glaub auch das der Austausch Zwischenleerenden im operativen Geschäft während des Semesters viel zu kurz kommt, weil doch die meisten Leute stark Land unter sind.

00:19:10: Apropos Landunter jetzt hast du ja durch die... Dadurch dass du jetzt Prorektor geworden bist, musstest du vielleicht anders deine Zeit einteilen?

00:19:20: Was ist da für dich die größte Herausforderung?

00:19:23: Überleben bis zum Urlaub!

00:19:26: Der ist ja bald der ist zum Glück bald.

00:19:31: Die größte Herausforderung ist, also muss man anders sagen.

00:19:37: Während ich jetzt nicht da war und das Pro-Rektorrat nicht besetzt war haben meine Kolleginnen und Kollegen das ja, sagen wir mal administrativ alles mitgemacht und das ist nichts wirklich angebrannt.

00:19:47: klar es waren ein paar Sachen die schon angestanden sind als Entscheidungen Aber im Wesentlichen war hier jetzt kein Vollkaus oder ähnliches.

00:19:58: Das haben die hier super gemacht und ich bin auch echt froh, dass sich mit den Leuten so zusammenarbeiten kann.

00:20:06: Ich glaube es fühlt sich immer noch an wie ich muss erstmal reinkommen was denn hier gewünscht

00:20:13: ist.

00:20:14: Und im aktuellen Semester ist es neben der Lehre, neben dem ISB-Job und jetzt noch den Rektoratsjob oben drauf zu machen.

00:20:24: Ja, der Tag dürfte ein paar mehr Stunden haben und ich habe aber meiner Familie zum Beispiel versprochen dass das ab September wieder ein bisschen anders wird.

00:20:34: Du hast eben schon angesprochen es gab eine Interimsphase also du hast übernommen von Professor Dr.

00:20:41: Angelika Altmann-Dieses die vorher das Prorektorat inne hatte Und dann gab es einen Cyberangriff im Oktober.

00:20:54: Da war deine Zeit auch sehr stark von diesem Klarkommen mit dem Cyberangriff geprägt.

00:21:01: Wie bewertest du jetzt diese Zeit?

00:21:03: Wie bewärtest du das, wie ihr das gehandelt

00:21:06: habt?".

00:21:08: Also ich finde es war in der Anfangsphase unglaublich schön zu sehen, wie solidarisch die Hochschule zusammengearbeitet hat.

00:21:17: Jeder und jeder versucht zu machen, was irgendwie möglich ist.

00:21:21: Jeder hat versucht in seinem und ihrem Bereich den Plan B aus der Tasche zu ziehen, zu gucken dass es ihr irgendwie läuft Und in der Zeit haben sich glaube ich auch viele Leute hier in der Hochschule erst mal kennengelernt und gewusst wer arbeitet mit wem wie zusammen.

00:21:39: Was wieder so ein bisschen mehr Verständnis geführt hat warum was irgendwo an einer Stelle nicht funktioniert.

00:21:46: Klar, diese Anfangsphase hält nicht lange und irgendwann muss man ja wieder den normalen Arbeitsmodus hinkriegen.

00:21:51: Und dann wird es natürlich bei extrem vielen Leuten auch zu einem gewissen Frust.

00:21:55: Das geht ja immer noch nicht weiter.

00:21:56: Ein Gefühl geht's noch nicht mehr weiter.

00:21:58: Hängt aber auch damit zusammen dass wir an vielen Stellen die Hochschule nicht so betreiben konnten wie wir das vorher gemacht haben weil es vorher einfach nicht gut oder falsch oder veraltet war.

00:22:11: Insofern Ich glaube, ich habe bei manchen Leuten schon ein bisschen das Image der Spaßbremse oder ich kann so nicht arbeiten bekommen können.

00:22:22: Weil ich vielleicht derjenige war, der dann gesagt hat ne, dass mit dem Passwort einen klappt nicht oder es mit der Installation kümmersohnlich machen.

00:22:29: Letztendlich muss ich aber sagen wir haben vor allem die Administratorinnen jetzt in den ganzen Fakultäten des Rechenzentrums, die haben einen super Job gemacht und es hat einfach Spaß gemacht an dieser Stelle dabei zu sein.

00:22:40: also bei aller Belastung, die es hatte ich hier den großen Vorteil, dass sich was tun konnte.

00:22:46: Und in so einer Situation ist es viel schlimmer wenn ich nicht arbeiten kann aber ich weiß nicht wie ich mir helfen kann.

00:22:54: Ich glaube diese Hilflosigkeit ist viel schlimme also so gesehen hatte ich die gar nicht.

00:22:57: Ich hatte eher viel Arbeit aber das ist... ...ich kann etwas

00:23:02: tun.

00:23:04: Es gab sicherlich auch Momente wo du dann gedacht hast ja okay das war jetzt spürbar gut oder war's tatsächlich immer nur?

00:23:11: Nein, wir müssen jetzt vorsichtig sein und es ist jetzt eben hart.

00:23:15: Und irgendwann wird's auch wieder

00:23:15: besser.

00:23:17: Also die überwiegende Anzahl von Dingen war... dass ich gesagt habe, ja das ist jetzt prima!

00:23:22: Wir haben hier wieder was Neues geschafft.

00:23:25: Gibt's da

00:23:26: Beispiele, die du nennen kannst?

00:23:29: Einfach im Worten?

00:23:30: Ja zum Beispiel Das komplett in Neu-Denken von unserem Benutzerlebenszyklus, der bis heute einfach ein bisschen wehtut.

00:23:38: Benutzerlebenscyklus!

00:23:40: Schwieriges Wort.

00:23:40: ja weil es heißt eigentlich wie gehen wir denn um mit unseren Studierenden?

00:23:45: Wann treten tauchen die auf?

00:23:46: wann kriegen die Accounts?

00:23:47: was dürfen sie wann?

00:23:48: Wanne muss wer wie seine Passwörter ändern?

00:23:51: und Wir haben da nun mal einen System was dankenswerterweise einer unserer ehemaligen Mitarbeiter Knapp dreißigjähriger Entwicklungsarbeit, glaube ich auf die Beine gestellt hatte.

00:24:04: Was aber natürlich auch ganz viele Ausnahme und ganz viele Sonderregelungen mit drin berücksichtigt hatten.

00:24:11: Das heißt unaufgeräumter Code oder

00:24:13: was?

00:24:13: Nein, nein der Code, also ich hatte das Vergnügen den Code lesen zu dürfen.

00:24:18: Es waren so achtzigtausend Zeilen Perlcode.

00:24:21: Das ist jetzt nicht Vergnügen, steuerpflichtig.

00:24:23: Aber der Code war sehr systematisch und man hat genau gesehen.

00:24:26: was hat sich derjenige damals dabei gedacht?

00:24:29: das war prima aber dass Systemes entwickelt wurden unter anderen Voraussetzungen die die Prozesse neu zu denken an der Stelle wann es wäre für welche Daten zuständig was muss aus welchem System genommen werden Prozesse im Zweifelsfall, auch wenn es mal ein bisschen wehtut glatt zu ziehen und so sagen.

00:24:47: Es geht nicht mehr mit dem Balkon drumherum.

00:24:48: Es gibt nicht mehr diese Sonderlocke sondern wir müssen gucken dass wir die Daten richtig sauber kriegen.

00:24:54: Das zieht sich bis heute noch aber ich glaube das immer einen Riesenschritt weitergekommen.

00:24:57: Und jetzt versuchen wir auch diese Sache vielleicht mit anderen Hochschulen zusammen ein bisschen zu machen Bisschen Synerhien im Land zu nutzen.

00:25:03: Das ist ein Teil.

00:25:05: Der andere Teil der gerade auch im Rechenzentrum viel Aufwand gemacht hatte, ist natürlich die Herausforderung wie kriegen wir den Netzwerk zuginge?

00:25:13: Wo unsere Kollegen da einen super Job gemacht haben?

00:25:16: oder diese Mail-Zugänge.

00:25:17: Wie kriegt man das sicher?

00:25:19: und natürlich wenn der Dr.

00:25:20: Schreiner jetzt in die neuen Firewall... Leiter

00:25:23: des Rechencentrums!

00:25:24: Der Leiter eines Rechen Zentrums.

00:25:26: Wenn er jetzt gerade diese neue Firewall Struktur mit neuen Zugängen, mit neuen Segmentierungen hinkriegt wo wir plötzlich auch Dinge erleben, die früher nicht drin waren.

00:25:38: Zum Beispiel so etwas wie ein Zugang ohne Proxy nach außen was vielen sehr weh getan hat.

00:25:43: Früher.

00:25:44: also es bewegt sich einiges wenn man nicht nah genug dran ist an der Technik sieht man nicht wie viel sich bewegt und das wird nach außendern sicherlich auch immer so ein bisschen nervant kommt dann endlich wahrgenommen und ja klar wir haben viel zu wenig Leute im Rechenzentrum.

00:26:02: Wir haben sowieso an vielen Stellen, glaube ich eine dünne personelle Decke und da müssen wir auch perspektivisch in der Hochschule gucken wie kriegen wir unseren Arbeitsmodus vielleicht anders organisiert.

00:26:19: Es hieß dann bei den Statements es gab ja einige es gab auch jeden Mittwoch immer Versammlungen wo jeder bei alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnten da hinkommen, Studis

00:26:27: usw.,

00:26:29: wo dann immer gesagt wurde okay das haben wir jetzt geschafft.

00:26:32: Das kommt perspektivisch noch.

00:26:35: Und das machen Sie jetzt bitte mit Ihrem Benutzer-Account usw.

00:26:38: Da hieß es auch nicht die Frage ob wir gehackt werden sondern wann?

00:26:46: Andere Hochschulen wurden in dem Zeitraum grob auch gehackт.

00:26:50: Es gab auch Zusammenarbeit mit anderen Hochschulens.

00:26:54: Was habt ihr denn anders gemacht als andere Hochschulen?

00:26:57: Dass es nicht so schlimm wurde.

00:26:59: Das Erste ist, wir haben glaube ich ziemlich viel Glück gehabt.

00:27:05: Glück gehabt, dass eine Vorbereitung vielleicht schon im Rechenzentrum lief.

00:27:08: Dass deswegen vielleicht verfrüht ein bisschen zugeschlagen wurde.

00:27:11: Wir haben eine Infrastruktur im Bereich der Benutzer-Accounts.

00:27:15: Ich habe gerade vorhin schon gesagt dieses in die Jahre gekommen System Das außerhalb von Standardsoftware läuft und das heißt es war nicht primäres Angriffstil.

00:27:23: wir konnten also relativ schnell wieder benutzten Accountsrestaurier.

00:27:28: das Glück, dass die Angreifer offensichtlich nicht damit gerechnet hatten, dass am Brückentag jemand in der Hochschule ist.

00:27:34: Das heißt wir haben unsere Systeme rechtzeitig oder schnell runterfahren können.

00:27:37: trotzdem hat sehr viel natürlich an Daten und Systemen gekostet.

00:27:42: also dass es uns nicht so hart getroffen hat wie andere Hochschulen war aus meiner Sicht ein bisschen was weil wir Systeme nicht im Standard von Microsoft zu mir aus hatten.

00:27:53: aber ansonsten hatten auch ziemlich viel Glück.

00:27:58: Glück im Unglück Glückwunsch.

00:28:01: Jetzt bist du seit ein paar Monaten im Amt als Prorektor und wir haben ja auch eine neue Rektorin, die ist seit März im Amten.

00:28:11: Das heißt es ist alles noch relativ frisch, ein relativ neues Team.

00:28:15: Was gibt's denn so Neues aus dem Rectorat?

00:28:18: Kannst du da was berichten?

00:28:19: also... ...was sind wichtige Themen momentan?

00:28:24: Ich glaube das wichtigste Thema ist, dass wir jetzt im September wenn ja eine Strategietagung der Hochschule stattfindet.

00:28:31: Dass wir versuchen wieder einen Momentum reinzukriegen, Schwung reinzukregen in diesen Bereich.

00:28:37: wie gestalten wird die Hochschulle neu in den verschiedensten Bereichen wo sie was Not hat?

00:28:42: Sei es jetzt Studierendmodelle, Umgang mit Lehren, Andersdenken von Prozessen.

00:28:48: für mich ganz wichtig der Kontext Wie arbeiten wir und wie denken wir Arbeit im Sinne von Kultur?

00:28:56: Arbeitskultur, Fehlerkultur.

00:29:01: Ich spüre an vielen Stellen immer noch so ein Verhaltenes.

00:29:04: Ich weiß nicht ob ich das machen kann weil ich weiß nicht, ob es richtig ist.

00:29:08: Und mein Arbeitsmodus ist eigentlich eher wenn ich nicht weiß ob ich's mache dann mach' ich's halt erstmal, weil es hat mir ja keiner verboten Und ich glaube, das ist nicht in jedem Fall richtig.

00:29:18: Das ist definitiv nicht richtig wenn es im juristischen Bereich reingeht und bei Finanzen weiß ich auch nicht ob ich das so machen würde.

00:29:25: aber Ich glaube wir müssen allen Leuten bei uns an der Hofle ich habe alle Mitarbeiter so kennengelernt dass sie unglaublich engagiert waren gerade während dieser Cyber-Sicherheitsgeschichte und ich glaube fast alle sind in der Lage die Verantwortung so zu tragen Wenn du eine Entscheidung triffst, dann wirst du dir aus gutem Grund so getroffen haben und wenn die falsch war, dann gucken wir das mal nicht mehr noch machen.

00:29:49: Aber ... Das ist für mich Fehlerkultur!

00:29:55: Und ein anderer Teil ist... Für mich in der Arbeitsdenkweise zu gehen, die aus dieser Promise-Theorie raus kommt.

00:30:08: Ich gehe weg von diesem, ich bin genau für folgende drei Punkte zuständig.

00:30:11: Sondern ich kümmere mich um folgende Anliegen und ich kümere mich heißt im Zweifelsfall auch ist gut.

00:30:17: Ich verspreche dir das mache dann fragt vielleicht bei jemand anderen nach Dieser Wechsel ist schwer hinzukriegen wenn alle Leute unter Überlast sind Und da müssen wir in einem Strategietagungsbereich vielleicht ein bisschen drauf eingehen.

00:30:31: Wie können wir es schaffen dass wir Freiräume für so eine Transformation hinbekommen?

00:30:35: Das ist für mich ein wichtiger Teil in diesem Unternehmenskultur, würde ich mal sagen.

00:30:43: Und was wir ganz dringend angehen müssen und das hat die Frau Beck ja auch schon initiiert... Die Kommunikation intern in der Hochschule kann sagen wir sie hat Optimierungspotenzial.

00:30:58: Das haben wir während der Selber-Attacke sehr deutlich gesehen.

00:31:00: Das sehen wir an allen Ecken und Enden, auf der einen Seite kriegen wir sehr viele Informationen über unterschiedliche Kanäle, auf die anderen Seite kriegen dann doch fast alle Leute nie die richtige Information.

00:31:10: Und dieses Thema Unternehmenskommunikation denken wäre für mich auch ein ganz ganz wichtiger Teil.

00:31:17: Ich habe noch eine Rubrik nämlich Hobbys.

00:31:19: was machst du wenn du nicht arbeitest zum Beispiel jetzt in den Ferien?

00:31:23: Zum Beispiel amateurmäßig Musik machen ist so sicherlich ein Teil.

00:31:26: bin ich mal wieder ein bisschen mehr um Sport kümmern.

00:31:29: Der ist im letzten Jahr leider auf der Strecke geblieben irgendwie, das definitiv mich mit Freunden treffen, mal gucken solange meine Kinder noch greifbar sind, mir denen was machen.

00:31:43: Nö einfach die Zeit genießen!

00:31:46: Tschüss!

00:31:48: Weiß nicht ob ich jetzt ja... Aber

00:31:50: das kannst du ja gar nicht haben

00:31:51: gesagt Ja, es ist schwierig.

00:31:56: Insofern wünsche ich dir schöne aktive Ferien und bis demnächst im neuen Semester!

00:32:02: Danke dir!

00:32:03: Das war Rainer Neumann und es gibt noch einige mehr Menschen und Projekte zu entdecken bei uns im HKA Podcast.

00:32:09: Und wir haben noch einiges in der Pipeline.

00:32:11: Wenn ihr bei eurem Anbieter zum Beispiel Spotify unserem Podcast folgt und die Benachrichtigungen aktiviert werdet ihr informiert wenn es eine neue Folge gibt oder hört rein in ältere Folgen Zum Beispiel die mit Rektorin Rosemarie Beck.

00:32:25: Sie kam als fachfremde Afrikanistik-Professorin im März, zu uns.

00:32:29: oder es gibt eine Folge zum Thema Bahnfahrern und Mobilität mit Professor Jochen Eckert und meinem Kollegen Jan Holthaus von September, ist eine Produktion des Teams Presse und Kommunikationen der Hochschule Karlsruhe.

00:32:43: Mein Name ist Anneke Reinsberger, macht's gut!

00:32:48: Interessantes aus Forschung, Lehre und angewandter Wissenschaft.

00:32:53: Alle Infos zu unseren Studiengängen auch im Netz unter www.h-ka.de.

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