#32 Menschen, Motoren, Maschinenbau: Alumnus Jan Kräutler
Shownotes
Warum tun wir das so? Diese Frage hat sich Jan Kräutler oft gestellt im Zusammenhang mit dem Bau von Elektromotoren. An der HKA studierte er Maschinenbau – jetzt leitet er das Qualitätsmanagement im Werk bei SEW Eurodrive am Standort Graben-Neudorf.
Im HKA-Podcast erzählt er von seinen Praxiserfahrungen im Studienmodell „StudiumPlus" und Herausforderungen während der Corona-Zeit; dem Einstieg bei SEW Eurodrive und der Entdeckung seiner Leidenschaft für Planung und Optimierung. Und dann wäre da noch die preisgekrönte Bachelorarbeit über die effizientere Montage von Elektromotoren und die Ermutigung durch seine Mentoren – einem Professor an der Hochschule Karlsruhe und seinem Ausbilder bei SEW.
Mehr zu unseren Studiengängen, News und weiteren Angeboten unter https://www.h-ka.de Mehr zu SEW Eurodrive unter
Musik: "System Changer" von Darko Indir / Darko Soundsystem, via Soundtaxi.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Jetzt im HKA-Podcast.
00:00:01: Jan Kreutler, Alumnus unseres Studiengangs Maschinenbau.
00:00:05: Ja es ist immer eine Herausforderung mal Dinge zu analysieren und mal zu hinterfragen warum tun wir das so wie wir's tun?
00:00:11: Und wie können wir's besser tun oder wie müssen wir's überhaupt tun dass es funktioniert?
00:00:16: und das sind so Punkte die mich ein bisschen herausfordern auch wo ich sage das macht mir Spaß auch mal Dinge auf den Grundzug gehen und auch mal auf dem Zahn zu füllen ob das wirklich Perfekt ist, was wir gerade tun oder ob es noch besser geht.
00:00:38: Heute habe ich einen ehemaligen HKA-Studierenden vom Maschinenbau bei mir.
00:00:42: Er heißt Jan Kräutler und hat im Oktober twenty-fünfundzwanzig den Preis für die beste Maschinbaubachelorarbeit bekommen.
00:00:48: Es ging in der Abschlussarbeit darum, für ein neues Werk eine verbesserte und effizientere Montagelinie zu entwerfen – für unterschiedliche Elektromotoren!
00:00:56: Dank seines Konzepts kann bis zu Sage und Schreibe ein Drittel der Bauzeit eingespart werden.
00:01:02: Für was er brennt, was an seinem Studium besonders war und wie seine Karriere bis jetzt verlaufen ist – das erfahrt ihr jetzt im HKA Podcast!
00:01:20: Heute bei mir ist Jan Kreutler erst Alumnus vom Maschinenbau.
00:01:24: Warum Maschienenbau?
00:01:25: Also ich komme aus einer sehr handwerklichen Familie.
00:01:27: Der Opa war Zimmermanns Meister.
00:01:30: Mein Vater ist Schlossermeister Und mein Vater hat es früh wert drauf gelegt, dass ich doch was Scheides lerne.
00:01:36: Und so war der mich dann während der Realschule mit vierzehntens erst mal auf Ausbildungsmessen genommen und dann kam er ... Der Beruf Industriemechaniker wird mir vorgestellt und das hat einfach Spaß gemacht dazu zuzuhören und hab da auch Praktika's gemacht.
00:01:51: Was
00:01:51: macht man da genau als Industrie-Mechaniker?
00:01:53: Das klingt sehr allgemein.
00:01:54: erstmal!
00:01:54: Genau
00:01:54: als Industriemechaniker ist eigentlich eine Zersparnung das Spannungstechnik, was man eigentlich lernt.
00:02:01: Das heißt klassisch drehen, bohren und fräsen natürlich der klassische U-Stahl pfeilen, was auch dazu gehört.
00:02:07: Und da sind so die Basics und dann geht es tatsächlich auch hin betriebliche Aufträge durchzuführen Werkzeuge zu bauen etc.
00:02:16: In dem Rahmen habe ich auf den Ausführungsmessen wurde dann auch mehr ein Maschinenbau nahegelegt oder das heißt nachgelegt ist eher gezeigt, was so ein Maschenbau eigentlich ist und das fand ich einfach super!
00:02:27: Und als ich dann gesehen habe, dass es auch irgendwie beides gibt war für mich dann zu der Punkt Ja genau das will ich machen.
00:02:34: Okay und wie bist du denn an die HKA gekommen?
00:02:37: Wie bist Du auf die HKA gekommen?
00:02:38: Über die Ausbildungsmessen tatsächlich auch.
00:02:41: Das heißt Ich hab hier Firmen gefunden Die duale aus Bildungen oder auch diese Studium plus Modell angeboten haben Und mir war halt dieser praktische Bezug Diese Ausbildung extrem wichtig.
00:02:52: und Dann hat auch die SEW Euro-Dreif Hat dann auch ein Studium Plus angeboten, Industriemechaniker und Maschinenbau.
00:02:59: Das war einfach ein Perfekt Match.
00:03:01: Und hab mich dann darauf beworben und die SEW kooperierte mit der Hochschule Karlsruhe und dementsprechend ging es dann den gemeinsamen
00:03:08: Weg.".
00:03:09: Das klingt jetzt irgendwie einfach aber gab's da vielleicht auch noch so'n bisschen Zweifel?
00:03:16: Ich stell mir das so vor.
00:03:17: also Ausbildung und Studium ist ja nicht ohne.
00:03:21: Man hat ja kaum Zeit man muss in den Ferien immer im Betrieb sein.
00:03:25: Ja, ich könnte es tatsächlich auch gar nicht einschätzen.
00:03:27: Aber für mich war's auch immer so ... Ferien habe ich auch während der Schulzeit immer genutzt um entweder mit meinem Opa was zu arbeiten oder andere Ferien-Chops zu machen.
00:03:38: Das heißt, für mich ist das eigentlich normal in Ferien auch zu arbeiten und dementsprechend hab' ich da als nicht wirklich ein merklichen Unterschied gespürt.
00:03:45: Und dementsprechend hatte ich von Anfang an nicht wirklich Zweifel.
00:03:50: Die kam dann so zwischendrin, die erste zweite Semester noch in der Hochschule gedacht hat wirklich das Richtige.
00:03:56: Aber es hat mir dann je weiter das Studium ging, desto mehr Spaß hat's mir auch
00:04:00: gemacht.".
00:04:01: Was hattest du denn bei dir ausgemacht?
00:04:02: Du dachtest, oh ist es das richtige weil es vielleicht der Maschinenbau an sich war.
00:04:07: also ich stelle mir klassischerweise vor Maschinbaubampfmaschine was jetzt ein bisschen weit hergeholt vielleicht aber ich sag mal verbrenner Motoren und so weiter.
00:04:17: aber es ist ja auch vielmehr es sind Elektromotoren damit hast du dich ja auch beschäftigt es sind Kaffeemaschinen was auch immer.
00:04:23: Woher die Zweifel im Endeffekt kamen, waren hauptsächlich, muss ich sagen Corona geschuldet ein bisschen.
00:04:29: Also diese Isolation in ersten zwei Semester... Ich habe es im Jahr zwanzig begonnen mit dem Lockdown also hab zu den ersten zweieinhalb fast drei Semestern nur daheim verbracht, kann keine Kommiliton und auch im Unternehmen sind wir ziemlich stark zurückgefahren und das hat mir tatsächlich mehr zugesetzt als das fachliche weil ich halt einfach nicht einschätzen konnte wie viel muss sich tun um im Studium den Stoff, den ich lernen muss auch lernen kann.
00:04:54: Weil man keine Referenz hatte zu Kommiliton und das war für mich der Punkt wo ich angefangen habe zu zweifeln und zu sagen ist wirklich das Richtige will ich das wirklich so machen oder will ich vielleicht doch irgendwie weg?
00:05:05: Und dann als Corona abgeflacht ist und es dann wieder los ging Präsenz da hab' ich gemerkt ja Ich zieh durch.
00:05:13: Ja, absolut verständlich Corona das hat ja alles irgendwie vollkommen durcheinander gebracht.
00:05:16: Es gab online Lehre und so weiter.
00:05:19: Aber der schöne ist es natürlich wenn man mit echten Menschen zusammen arbeitet.
00:05:22: Und das hast du dann auch bei SEW Euro Drive gemacht Mit deiner Studium Plus Ausbildung.
00:05:28: Wie war denn das für dich?
00:05:30: Studium plus war Anfangs oder war anfangs bis zum ende sehr schön sehr eindrucksreich.
00:05:38: Also das erste halbe Jahr hat man in der Lehrwerkstatt verbracht, also wirklich klassischen Handwerk gelernt und auch mit den Auszubildenden in Kontakt getreten und hat dann einfach viel Spaß miteinander gehabt und auch viel Zwischenmenschlicht tatsächlich im ersten halben Jahr gelernt.
00:05:55: Und dann kam im Studium tatsächlich noch die praktische, der theoretische Aspekt zu dem was man auch in der Ausbildung teilweise praktisch schon in einem halben Jahr vorgemacht hat.
00:06:04: Dazu und hat auch da noch die theoretische Erläuterung dazu bekommen und konnte dann auch über den Tellerrand hinaus denken.
00:06:09: das war eine super Ergänzung.
00:06:11: Das habe ich dann für mich gesagt hab.
00:06:13: dass ist so das was Studium plus für mich aus gemacht hat.
00:06:17: und im weiteren Verlauf hat man dann tatsächlich der Ausbildungswerkstatt immer mehr den Rücken zugekehrt und ging dann tatsächlich eher in die Ingenieurschiene.
00:06:25: Und dann hat man auch im Unternehmen unterschiedliche Abteilungen durchkämmt von der Entwicklung, vom Service, von der Produktion.
00:06:32: Man konnte sich so ein Netzberg in der SEW aufbauen und hat auch möglichst viele Bereiche kennengelernt um zu schauen wo will ich denn später mal hin was will ich überhaupt tun?
00:06:42: Das war für mich der Benefit am Studium Plus, dass man eigentlich aus dem Studien schon rausgeht und weiß was man tun möchte.
00:06:49: Lass mich geraten!
00:06:50: Du arbeitest jetzt bei SIV Euro Drive?
00:06:51: Richtig!
00:06:54: No Grey Now
00:06:55: oder?!
00:06:55: Ja also... Jetzt macht mir richtig Spaß in der SIV zu arbeiten und hab da auch tatsächlich dann früh entdeckt wo ich hin will, tatsächlich schon nach einem ersten Jahr und darauf habe ich dann hingearbeitet.
00:07:05: Was war das?
00:07:06: Worauf hast du hingegarbeitet?
00:07:07: Also
00:07:07: ich hab begonnen Tatsächlich erst in der Entwicklung, habe dann gemerkt, Entwicklung ist nicht ganz so meine Welt.
00:07:13: Und dann bin ich in die Planung gekommen, in ein neues Werk was kurz vor Corona umgezogen ist und konnte dort schon die ersten planerischen Tätigkeiten machen, sprich Montageplanungen
00:07:27: etc.,
00:07:27: was auch später meine Bachelorarbeit war.
00:07:30: Schon ein bisschen in Gespürfekriegen habe gemerkt es macht mir zwischenmenschlich Spaß und das macht mir fachlich unfassbar viel Spaß Und habe dann ziemlich schnell der Fertigung und der Ferdigungstechnik mich zugeschrieben.
00:07:44: Was macht einen guten Planer aus?
00:07:47: Einen guten Planern macht es aus, dass er nicht nur auf das schaut wofür er zuständig ist sondern auch nach links und rechts schaut und auch Folgeprozesse und auch Prozesse die vorgelagert sind im Endeffekt mitbetrachtet.
00:08:01: Das ist einfach, was einmal auf der Zwischenmenschlichen Basis gut funktionieren muss.
00:08:05: Dass es ein gutes Team ist, das dann auch zusammenarbeitet aber natürlich auch auf der fachlichen Ebene weil man merkt man braucht ziemlich viel Wissen über eine Prozesskette als Student ziemlich schwierig ist, wenn man da noch keinerlei Erfahrung haben auch hat.
00:08:20: Ja genau du hattest schon einen Fuß in der Tür und konntest überall hinschauen.
00:08:24: und wie funktioniert das dann praktisch?
00:08:27: also wenn du sagst du lernst alle Abteilungen kennen bist du dann was weiß ich vier Wochen in jeder Station?
00:08:32: Also als Student kann man sich die Stationen selber aussuchen und auch die Zeithorizonte.
00:08:38: Wir haben in der SEW so ein eigenes Portal, wo dann die einzelnen Abteilungen Projekte ausschreiben oder um Unterstützung beten und kurz einen Stellenprofil machen.
00:08:49: was muss denn getan werden?
00:08:51: Und da ist dann die Möglichkeit, kann man sie jetzt anschauen, eine Ansprechperson, dann kann man die auch dann kontaktieren wenn man sagt okay das möchte ich machen.
00:08:58: Oder man hat auch schon ziemlich schnell ein Netzwerk in der SEW und kann dann mal fragen, ich würde gern das und das machen.
00:09:04: Wen müsste ich denn da fragen?
00:09:05: Und dann kann man sich da schon so die eine oder andere Stelle dann oder Aufgabengebiet dann mal erfragen.
00:09:12: Das Schöne war überall wo man auch gefragt hat.
00:09:14: Man kam überall unter und hat eigentlich eine echt coole Aufgabe bekommen.
00:09:17: Ob es jetzt einen Gelegen hat oder nicht ist immer sehr persönlich aber die Betreuung war immer sehr gut.
00:09:22: Was ist dir da so in Erinnerungen geblieben
00:09:24: Tatsächlich dieses Zwischenwänschliche auch in der Planungsabteilung, dass man sich morgens noch zusammengesetzt hat.
00:09:29: Da hat man zusammenwurscht gegessen und dann ab und zu nach Feierabend ging man mal bohlen oder hat sich zum Grillen getroffen.
00:09:38: das war das was ich auch in den Abteilungen sehr stark geschätzt hatte.
00:09:42: oder bis heute habe die jetzt nur noch ein Stockwerk über mir sitzt Genau.
00:09:48: Von der Studiumsseite bei Maschinenbau gibt es ja verschiedene Themen, die im Studium abgearbeitet werden und ihr lernt.
00:09:55: Wie bist du dann auf Elektromotoren gekommen?
00:09:57: Wie hast du gemerkt das ist das Richtige für mich?
00:10:00: Die Elektromotion da war mehr oder weniger die Weiche schon gestellt als ich gesagt habe ich will zur SEW.
00:10:05: also in der SEW hat ja einmal die sparte Frequenzumrichter Motoren und Getriebe d.h.
00:10:11: getriebe so klassisches Maschinelement Zahnrad Gehäuse Dichtungen etc.
00:10:17: Und dann gibt's auch noch die Elektromotoren-Sparte.
00:10:22: Ich hab gemerkt, ich war in der Planung für Großgetriebe mal eine Zeit lang und das war die erste Abteilung, die ich besucht habe und hab schon von Anfang an gesagt, geil!
00:10:31: Das will ich machen.
00:10:32: Getriebe groß schwer.
00:10:34: Viel Drehmoment ist meine Welt.
00:10:37: Dann kam mich tatsächlich über ... Irgenden Kontakt.
00:10:40: oder so kam ich dann in das Motorenwerk nach Graben, wo dann Elektromotoren gebaut werden.
00:10:46: Und da habe ich gemerkt ja es gibt hier auch dieses klassische Maschinen-Element wie eine Welle und Lager
00:10:53: etc.,
00:10:54: aber es gibt da noch viel mehr.
00:10:56: So ein Motor ist nicht nur einen Zahnrad was den Drehmoment überträgt sondern erzeugt Drehmoment.
00:11:02: Da habe ich gemerkt, da ist die Fertigungstiefe und einfach die Prozessgestaltung viel größer.
00:11:07: Und da gibt es noch viel mehr Auszuschöpfung, vielmehr mitzuwirken.
00:11:11: Dann habe ich dann gemerkt das macht Spaß, da will ich eher lieber hin.
00:11:15: So wurde es der Elektromotor.
00:11:16: Das
00:11:17: klingt jetzt so als ob du dich für komplizierte Prozesse interessierst!
00:11:20: Es ist immer eine Herausforderung, mal Dinge zu analysieren und mal zu hinterfragen.
00:11:24: Warum tun wir das so?
00:11:27: Wie können wir es besser tun oder wie müssen wir es überhaupt tun?
00:11:30: Das funktioniert.
00:11:31: Und das sind Punkte die mich ein bisschen herausfordern auch.
00:11:36: Wo ich sage, dass macht mir Spaß auch mal Dinge auf den Grund zu gehen und auch mal auf dem Zahn zu fühlen ob das wirklich so perfekt ist was wir gerade tun oder ob's noch besser geht
00:11:48: Da kommen wir eigentlich schon auf deine Bachelorarbeit.
00:11:51: Du hast nämlich analysiert, wie die Montage von Elektromotoren abläuft, hast dir Montagepronzesse angeschaut und letztendlich ja... Also es ging darum für ein Neueswerk eine verbesserte effizientere Montageslinie für unterschiedliche Motoren zu entwerfen und dann hast du einen Praxistest gemacht oder machen lassen.
00:12:13: Und genau.
00:12:14: erzähl doch mal so'n bisschen was.
00:12:16: Worum ging es da und was ist dabei herausgekommen?
00:12:20: Also die Historie ist tatsächlich auch ein bisschen.
00:12:23: das Werk, in dem ich arbeite wird gerade noch auf zwei Hallen aufgeteilt.
00:12:28: Und das Bestandswerk zieht dann in die neue Halle um.
00:12:30: und auf Basis dieses Umzugs hat man sich gedacht wenn ich jetzt schon umziehe, was kann ich denn optimieren, wenn nicht ja eh alles in die Hand nehmen.
00:12:39: Das war so ein bisschen der Stadtschuss für meine Bachelorarbeit dass mir zwei drei Produktvarianten genannt wurden, die eine eigene Montagelinsel bekommen.
00:12:48: Die auch jetzt schon zwei einzelne Montageinseln haben.
00:12:51: und die Aufgabe war wie kann ich diese zwei Montagesinsel unter Betrachtung der Effizienz, Ergonomie, Kosteneinsparungen, Durchlaufzeitreduzierung
00:13:01: etc.,
00:13:01: in das neue Werk umziehen?
00:13:04: Ganz kurz Montageninsel.
00:13:05: was heißt das genau?
00:13:07: da wird ein Produkt Komplett fertiggestellt.
00:13:11: Genau, also in der aktuellen Montage ist es kann man sich so vorstellen die ist in einer U-Form aufgebaut.
00:13:17: das heißt Der Mitarbeiter hat vor sich das ganze Material und er bekommt Material angedient vom Logistiker und der montiert dann anhand von einer festgelegten Reihenfolge im Motor und am Ende kommt dann das fertige Produkt raus, was nur noch Funktionen geprüft werden muss.
00:13:32: Und die neue Montage ist ein bisschen anders aufgebaut.
00:13:35: Da gibt es einen Grundmontagemodul und es gibt noch weitere Optionsmodule.
00:13:40: also wenn der Kunde sagt ich hätte gerne noch das, ich hätte gern auch etwas anderes.
00:13:45: Gibt sie diese Optionsmodulen?
00:13:46: Für mich ging's um diesen Grundmontagerprozess für den Grundkörper dieser drei Produktvarianten.
00:13:53: Da durfte ich dann einmal eine komplette Istanalyse zu machen.
00:13:56: Das heißt, wie machen sie aktuell jetzt die Monteure?
00:13:59: Wie sind jetzt die Prozesse?
00:14:00: Was funktioniert sehr gut und noch nicht so gut?
00:14:03: Wo haben wir auch in dem was wir tun eine gewisse Verschwendung drin?
00:14:07: also was ist keine wertschöpfender Teilprozess?
00:14:11: Und das habe ich ausgiebig analysieren dürfen und hab dann daraus Maßnahmen abgeleitet und ein neues Konzept und durfte noch dieses Konzept in Kattung aufbauen sogenannte Cardboard Engineering und da haben wir dann auch mit Monteur'n zusammen diesen Abläufe getestet.
00:14:26: Und haben auch wiederum neue Aufgabenpakete herausentwickelt, das sind so mehrere Eterrationen bis wir zum gewissen Punkt gekommen sind wo ich gesagt habe So könnte man es mal lassen und hab damit meine Bachelorarbeit abgeschlossen Wohlwissentlich dass da immer noch Potenziale mit Sicherheit bestehen.
00:14:42: Aber es hat ja gereicht sozusagen für einen Preis, nämlich der Ronaldo GmbH, der dem dann verliehen wurde auf der Akademischen Jahresfeier letztes Jahr im Oktober.
00:14:54: Ja also anscheinend hat sich das gelohnt und ist alles in einer Zeitspanne von einem halben Jahr?
00:15:00: Genau von einem Halbjahr.
00:15:02: begonnen habe ich da im September-Oktober zwanzig dreizwanzig bis dann eben März.
00:15:09: Das ist auch
00:15:10: irgendwie schon ziemlich lange her.
00:15:12: Schon sehr lange, ja zwei Jahre inzwischen.
00:15:14: Das heißt du bist jetzt bei SEW und was machst du da jetzt genau?
00:15:18: Also ich hatte tatsächlich den Wunsch in der Planung übernommen zu werden wo ich auch meine Bachelorarbeit gemacht habe.
00:15:25: aber ich hab im Studium auch schon früh gemerkt es gibt so zwei Spaten wofür ich brenne.
00:15:30: einmal ist das Thema Prozessgestaltung dass er Planung ist und das Thema auch Prozess- und Produktqualität und Optimierung.
00:15:38: Und wo es zwei Spaten gibt, ist eine so Qualitätssicherung, Qualitäzmanagementen und das andere ist Fälligungstechnik beides hier in der Hochschule auch gelernt.
00:15:49: Der Professor hat einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen und hat da in mir eine Flamme auch entzündet, wo ich gesagt habe... Das war der Herr Bernd Langer Genau und dann wurde es tatsächlich nicht die Planung.
00:16:05: Und da gab's dann keine Stelle leider, und der Klaus-Peter Schillo mein Ausbilder hat mir ein Studium oder eher ein Master organisiert dass ich in der SEW bleiben darf und die SEW nicht nach Ablauf meiner Studiums verlassen muss.
00:16:22: aber das hat sich in der Zwischenzeit vom Master eine Stelle aufgetan.
00:16:26: im Qualitätswesen also gerade ein Stockwerk tiefer.
00:16:29: selbes Werk kam Werksleiter auf mich ein, zweimal zu.
00:16:34: Und die Chance habe ich dann ergriffen um in dem Werk auch zu bleiben indem ich dann auch die planerischen Tätigkeiten gemacht hab und bin dort als Qualitätsingenieur eingestiegen mit dem Vorteil dass ich jetzt nicht nur für einen einzigen Prozess mit verantwortlich bin sondern in alle Prozesse im Motorenwerk mitwirken und schauen darf.
00:16:52: das ist so ein bisschen der Vorteil an der Qualität weil man einfach in jedem Bereich irgendwo tätig ist und auch damit wirken kann und darf.
00:17:02: Das heißt, du siehst jetzt auch jeden Tag diese Leute mit denen du so gut klarkamst?
00:17:07: Genau.
00:17:07: Mit ihnen arbeite ich auch in interdisziplinären Teams weiterhin zusammen und seit November letzten Jahres durfte ich dann die Qualitätssicherung übernehmen.
00:17:17: das heißt Ich bin der Hauptverantwortliche in der Qualität im Werkrabenmotoren.
00:17:26: Ja, und da wird es da auch strategische Ziele, Jahresziele, Qualitätsziele mitgestalten.
00:17:32: Und das macht mir einfach Spaß, uns dann voranzutreiben!
00:17:35: Das ist
00:17:35: schön, anscheinend brennst du auch für deinen Beruf?
00:17:38: Wir müssen vielleicht erzählen... wir sind jetzt grad hier in einem Samstag und nehmen das an dem Samstag auf weil es einfach sonst nicht möglich war dass wir uns treffen, weil du so für deinen beruf brenntest.
00:17:50: Was ja auch wunderschön ist.
00:17:51: Also es gibt doch diesen Spruch Wenn du dir eine Tätigkeit suchst, die sich nicht wie Arbeit anfühlt, dann arbeitest du im Prinzip gar nicht in deinem Leben.
00:18:02: Das
00:18:03: ist richtig ja und so fühlt es sich auch in meisten Zeiten an.
00:18:06: Es gibt natürlich Zeitschienen, wo ein bisschen Zeitdruck dahinter ist.
00:18:09: Dann ist das noch ein bisschen stressiger aber das ist ein kleiner Prozentteil vom Tagesalltag.
00:18:14: Du hast erwähnt, du hattest einen Professor hier an der Hochschule den Prof.
00:18:18: Bernd Langer und du hättest ein Ausbilder bei der SEW nämlich Klaus Peter Schillow die dich so'n bisschen vorangebracht haben.
00:18:27: Inwiefern habt ihr dich gefördert?
00:18:30: Gefördert haben sie mir einfach indem Sie selber für ihre Arbeit gebrannt haben und für das was sie tun und da auch Spaß dann gezeigt haben und auch Potenziale in Menschen gesehen haben Und das fand ich ziemlich schön.
00:18:43: Auch innerhalb der SEW gab es dann auch Abteilungsleiter, Gruppenleiter die da Fähigkeiten in einem gesehen haben, die man vielleicht im ersten Moment noch gar nicht sieht weil wir halt noch ein junges Unerfahren und die haben dann auch Möglichkeiten eingeboten da weiterzumachen wie der immerliche Werksleiter bei uns im Werk war.
00:19:03: Der hat mir die Stelle damals angeboten.
00:19:05: Inzwischen haben wir einen neuen Werksgleiter gefragt, ob ich jetzt die Führung übernehmen möchte.
00:19:12: Das heißt da hatte ich dann verschiedene Gönner Vorbilder auch in der SEW und auch drumherum, die es mir einfach ermöglicht haben.
00:19:20: Und im Studium Bernd Langer brennt einfach für das was er tut und bringt es auch seine Studie ziemlich gut bei.
00:19:28: Also mich hat er einfach gecatcht!
00:19:31: Ich weiß nicht wie er's gemacht hat aber die Art und Weise hat bei mir etwas bewegt Weshalb ich auch heute mit Sicherheit an dem Punkt stehe, wo ich stehe?
00:19:41: Also du bist ja Alumnus der Hochschule Karlsruhe.
00:19:44: Du bist in Lohn und Brot und zufrieden bei SEW.
00:19:48: Was würdest du neu angefangenen Maschinenbaustudierenden raten oder vielleicht die sich für Maschienenbau interessieren?
00:19:57: Sollten sie in eine bestimmte Richtung gehen?
00:20:00: Allgemein Tipp von dir!
00:20:04: So ein allgemeiner Tipp ist immer, unvoreingenommen zu sein.
00:20:06: Also einfach zu schauen was gibt es und auch mal hinter Türen gucken die für einen erstmal verschlossen wirken also die fühle ausstrecken sich für alles mal interessieren gerade am anfangen und Einfach ein gefühl dafür zu bekommen.
00:20:21: ist das was für mich?
00:20:22: Ist es nicht etwas für mich Und einfach auch den kopf nicht in san zu stecken?
00:20:26: also gerade so ein studium lernt ein fachlich zwar ziemlich viel.
00:20:32: Man würde mich jetzt vielleicht steinigen, aber ich nutze vielleicht so vier Prozent, fünf Prozent von dem was ich im Studium gelernt habe.
00:20:39: Aber wenn ich eins im Studiums gelernt habe ist es einfach auch Zähne zusammen zu beisen sich mal mit Themen auch zu beschäftigen und das ist die die Quintessenz, die auch ein Maschinenbaustudium ausmacht, sich auch mit Themenbeschaften beschäftigen, bei denen man vielleicht nicht so viel Freude hat kommt im Arbeitalltag ab und zu einmal vor.
00:20:56: Genau ein weiser Prof hat mir gesagt man lernt im studium zu lernen Das, was ich so weitergeben möchte.
00:21:04: Also neugierig bleiben?
00:21:05: Neugierige bleiben auf jeden Fall!
00:21:07: Das ist ein schönes Schlusswort.
00:21:08: Vielen Dank Jan!
00:21:09: Danke schön dass ich hier sein durfte.
00:21:18: Wenn ihr euch über den Studiengang Maschinenbau oder andere Studiengänge bei uns informieren möchtet, könnt ihr das selbstverständlich wie immer tun unter www.h-ka.de.
00:21:29: Mein Name ist Anne Kereinsberger.
00:21:31: Macht's
00:21:43: gut!
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